Full text: Beyträge zum teutschen Rechte (Th. 6 (1790))

14 Bodmann von der Makel der Bastarden. 
§. 2. 
Auch nicht die Verfasser der fremden Rechte. 
a) nicht die Römer. 
So wenig war es auch jemahls den Verfas¬ 
sern der fremden in Teutschland geltenden Rechte 
in den Sinn gekommen, den ohnehin schon genug 
bedauernswürdigen Rechtszustand solcher Geschö¬ 
pfe mit einem neuen Vorwurf einer unehrlichen 
Geburt wider ihr Verdienst zu beschweren. - 
Wahrlich nicht so die Römer. — Das ehrwür¬ 
digste Collegium von Staatsmännern — der De= 
curionat - fand so wenig Bedenklichkeit, Leuten 
solcher Abkunft den Zutritt zu seinem Mittel zu er= 
schweren, oder abzustricken, den solchen gleichwohl 
die elendeste Handwerkerzunft in Teutschland sich 
zu verwehren anmaßte; a) — und der erlauchteste 
Stif= 
1) Wie groß ist demnach nicht der Abstand von dieser 
Philosophie, wenn es z. B. in einer Urk Arnaldi 
Com. holl. v. J 1445. bey Smith oppid. Batay. 
C. X/ p. 130. heist: „Nemo ut Servus, Curme¬ 
„dialis, illegitimus, aut infamis, seu manceps, 
„qui alterius in potestate, ius standi in iudicio 
„non habet, (Rechtelos) pigneratoris vel iura¬ 
„ti fungatur officio. „ Und dies sind doch nach 
Smiths Bericht zu Nimwegen die schlechtesten Stadt= 
ämter. 
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