Full text: Magazin für Kirchenrecht und Kirchengeschichte (Bd. 1, St. 2 (1779))

XII. Ueber die Ehen der ersten Christen. 283 
Aus dem Mißvergnügen, das sie über Verbindun¬ 
gen dieser Art an den Tag legen, läßt sich doch wohl 
auch sicher schliessen, daß sie selbst gewisse Vorschrif¬ 
ten gehabt haben müssen, nach welchen solche Ver= 
bindungen als abscheulich angesehen werden musten. 
Daß sie also Blutschande, wenigstens in den oben 
erzehlten Graden nicht geduldet, ist wohl ausser al= 
lem Zweifel. Ob sie sich nun aber hierinn nach den 
Gesetzen Mosis gerichtet, kann bey dem gänzlichen 
Stillschweigen der christlichen Schrifsteller in den 
drey ersten Jahrhunderten, nicht gerade zu beant= 
wortet werden. Wahrscheinlich aber scheint es mir 
um deswillen, weil sie sich bey Verdammung anderer 
Sünden der Unzucht, des Ehbruchs, der Knaben= 
schänderey, der Sodomie und anderer Unreinigkei= 
ten immer auf Mosen im 3ten Buch im 18ten und 
20sten Kap. wo zugleich die verbotene Grade be= 
stimmt 
u .     v- 
vainxc, 8 Bia , h,  r 
, r hhh уио о еsрo  rу Is 
éo. é  o 
oau eу у еиiвоhу еруиsa. 
Xanthus autem in iis, quae inscribuntur Ma¬ 
gica: coeunt autem, inquit, Magi cum ma¬ 
tribus et filiabus: et fas esse ajunt, coire cum 
sororibus, et communes esse uxores, non vi 
et clam, sed utrisque consentientibus, cum 
velit alter ducere uxorem alterius. De his et 
similibus haeresibus, existimo Judam prophe¬ 
tice dixisse in Epistola. Theophilus ad Au¬ 
tolycum lib. III, pag. 384, der Maranischen 
Ausgabe. 
Vorlage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer