Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 2 (1786))

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burg führte nun das Votum auf dem Kreis, und 
als Condirector des hochgräfl. Collegiums bei den 
ordinari Deputationen, nach Zeugniß der Kreißac¬ 
ten von gemeldten Jahren nichts desto minder fort. 
§. 21. 
Nach der — in eben gedachtem Jahr 1695. end= 
lich bewürkten Restitution der Grafschaft Friedberg 
an das hochgräfl. Hauß Reichserbtruchseß, Hoch¬ 
welches nebst Aufwendung vieler tausend Gulden 
auch noch die ansehnliche Herrschaft Kellenberg auf¬ 
opfern müssen, um die Grafschaft Friedberg bey 
dem Hauße und der bißherigen Collectation des 
hochlöbl. schwäbischen Kreises zu erhalten, verblieb 
es zwar wiederum bei der gemeinsamlichen Stimm¬ 
führung unter dem Aufruf Scheer, zumal da um 
diese Zeit beide Grafschaften abermal unter einem 
regierenden Herrn Grafen Franz Christoph bis zum 
Jahre 1717. stunden, nachdem aber desselben Sohne 
Joseph Wilhelm und Johann Ernst sich in solche ge= 
theilet, so haben die Herren Grafen Erbtruchseßen 
es sich so fort stets angelegen sein lassen, dereinst 
wiederum zur Ausübung der alten trauchburgischen 
Kreisstimme auf eine beständige Weise zu gelangen, 
und die der Grafschaft Trauchburg zustehende Be¬ 
fugniß einer eignen Kreißstimme nachzusuchen und 
zu verwahren, wie solches sowohl durch Promemo¬ 
ria an das Hochfürstliche Kreisausschreibamt, als 
auch mittelst der von den gesammt hochgräfl. reichs¬ 
erbtruchsessischen Gesandten in pleno gemachten Vor¬ 
stellungen 
Max-Planck-Institut für
	        
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