Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 2 (1786))

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Diese Schwester war Johanna Eleonora, welche 
den Grafen Vratislaus von Fürstenberg zum Ge¬ 
mahl hatte. In den Acten von 1750 ließt man 
hierüber noch folgende Umstände: daß nemlich hel¬ 
fensteinischerseits schon sogar der Besiz von Mößkirch 
(einer helfensteinischen Stadt und Grafschaft) ge= 
nommen, dasselbe aber wiederum von Fürstenberg 
mit Hülfe der mößkirchischen Bürger entsezt, und 
mit Gewalt verdrungen worden (68). 
§. 169. 
O 3 
(68) Diese Geschichte verbürgt man in soweit, als sie 
diessekts dem kirstlichen Gegentheil nicht nur einmal 
vorgeworfen, vn demselben aber eigentlich nicht wider¬ 
sprochen worden ist. Graf Vratislaus von Fürstenberg 
vermählte sich nach dem Tod seiner gedachten ersten Ge= 
mahlin, die im Jahr 1629 starb, das zweytemal wie¬ 
derum mit einer von Helfenstein, Francisca Carolina, 
des obengemeldten Agnaten, Rudolphs, des lezten 
Grafen von Helfenstein Tochter, welche in des Hub¬ 
ners Tabelle 267. und 492. erst für die Erbin von Möß= 
kirch und Gundelfingen angegeben wird. Hiemit scheint 
auch allerdings übereinzustimmen, was der nemliche 
Moser in dem Familien=Staatsrecht in dem folgenden 
9ten Kap. §. 26. p. 876. hierüber wiederum anführt. 
Dem sey aber, wie ihm wolle, so bleibt doch immer 
richtig, daß Pratislaus von Fürstenberg schon wegen 
seiner ersten Gemahlin den Anspruch auf die Güter ihres 
Bruders Georg Wilhelms gegen den Agnaten Rudolph 
bereits rege gemacht, und sich derselben versichert, bevor 
er des leztern Tochter Francisca Carolina, die soge¬ 
nannte Erbin von Mößkirch und Gundelfingen (die 
Herrschaft Wiesensteig gehörte auch dazu) sich beyge¬ 
legt = 
Max-Planck-Institut für
	        
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