Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 2 (1786))

in den jezigen aufgeklärtern Zeiten mit lediglicher 
Anhänglichkeit an dasjenige, was damals auf eine 
nunmehro ziemlich seltsam aussehende Weise nieder¬ 
geschrieben worden ist, nur um eines einmal vor= 
gefaßten Zwecks willen, Säze läugnen möge, die 
nicht blos den angesehenen Grotium und die 
ganze Menge der allerberühmtesten Lehrer des 
Völkerrechts zu Vertheidigern haben, nein! selbst 
auf dem allgemeinen Gebrauch aller Völker beru= 
hen. Man nenne einen einzigen Hof, an welchem 
Cocceji sönderbare Meinung zur Richtschnur gelte! 
Ein oder ein paar Fälle würden es nicht ausma¬ 
chen, in welchen Leidenschaft, Hize und Ueberei= 
lung einen Hof dürften hingerissen haben. Die 
Rede ist von Grundsäzen und zwar von solchen 
Grundsäzen, die für beständig angenommen sind. 
Bynkershoeck Ch. VIII. §. 4. Ch. XIX. §. 6. 7. 
Ch. XXIV. §. 10. 
Vattel T.II. L.IV. Ch. VII. §. 92-109. VIII. 110. 
Sind Gesandten blos für ungerechter Gewalt 
sicher, was liegt darinnen Großes und Besonderes? 
Grotius L. II. c. 18. §. 4. 
Auf das bloße Naturrecht kann bey Beurtheilung 
der gesandtschaftlichen Unabhängigkeit nicht gesehen 
werden. Dieses kennet den Unterschied der Perso¬ 
nen, des Eigenthums, der Regierungsverfassung 
nicht. Die Sache muß aus dem Völkerrecht ent¬ 
schieden werden, und dieses ist nicht in dem Ver= 
stande willkührlich, daß es ein jedes Volk befolgen 
oder 
Max-Planck-Institut für
	        
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