Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 10 (1795))

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"zu thun, und, was er oder sie schuldig, zu er¬ 
"statten, dadurch ihme, oder ihnen selbsten für 
"Schaden und Nachtheil zu seyn. Im Fall aber 
"er oder sie abermal auf sein oder ihren Unge¬ 
"horsam verharrten, oder weiter säumig wären, 
"das doch nicht seyn solle: so soll der Krais und 
"dessen Oberste, Nach= und Zugeordnete den oder 
dieselbige ungehorsame oder säumige erfordern 
"von ihm oder ihnen die Ursache ihres Un= 
gehorsams oder Saͤumniß vernehmen, sol¬ 
ches gebührend überlegen, und, da die 
fürgewandte Ursachen nicht erheblich und 
genügsam, alsdann Fug und Macht haben, 
"des oder derselben ungehorsamen oder saͤu¬ 
migen Ständen an Gebührnuß an Volk selb¬ 
sten anzunehmen und zu erhalten. 
Weiter hin heißt es: 
Es soll auch in Säumnuß oder Ungehor= 
sam eines oder mehr Stände in der Obristen 
Nach= und Zugeordneten der zusammen erforderter 
Kraisen Willen und Macht stehen, den oder die¬ 
selbige ungehorsame Stände zu erfordern, daß 
sie ihnen ihres Ungehorsamo oder Saͤumniß 
Ursachen fürbringen und anzeigen, und da 
die fuͤrgewandte Ursachen unerheblich erfun¬ 
den, so sollen sie sich, was gegen denselbi¬ 
gen ungehorsamen nach Gelegenheit fuͤrzu¬ 
nehmen, wie die zu gebührlichem Gehorsam zu 
bringen, mit unserm Vorwissen entschliessen. 
Ein 
Max-Planck-Institut für 
uropäische Rechtsgeschichte
	        
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