Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 6 (1790))

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§. 127. 
b) in den Wuͤrzburg. Kunckellehen aber quoad 
ordinem succedendi der ordo successionis civilis 
beobachtet wird 
Was aber die im Streit befangene Würz¬ 
burgische Kunckellehen anbelangt, so bestätiget 
sich hierbey dasjenige, was 
Demerath in fasc. jur. Franc. Diss. XIV. P. 3. p. 132. 
sagt, daß in den Fränkischen Lehen sogar die Ascen= 
denten und Collateralen des ersten Lehenserwerbers 
succediren, und es steht der Saz, daß in besagten 
Kunckellehen successio civilis quo » ordinem suc- 
cedendi nach der Eigenschaft der Hochfürstl. Würz= 
burg. Lehen statt finde, durch die von der dortigen 
Lehens=Curie in einer im J. 1747. bey Kaiserl. 
Reichshofrath übergebenen Interventional=Vorstel¬ 
lung (in den Tramer. Nebenstunden. P. 91. p. 122. 
offentlich aufgestellte Grundsäze, in seiner vollkom¬ 
mensten Evidenz da, wenn es daselbst heißt, daß 
„ bey denen Sohn- und Tochterlehen zwar 
quoad ordinem successionis & proximita¬ 
tem der Ordo successionis civilis zu beob¬ 
achten, quoad jus ipsum succedendi aber 
in suo fonte & radice das Hauptsächlichste 
und vor allen unmittelbar nöthige Fundament 
von der Descendenz a primo acquirente 
herzuleiten, und ausser diesem keine Succession 
zu prätendiren. 
Gleichwie nun der Herr Gr. v. Pückler sich diese 
Conditionen, auf welchen nach dieser Angabe sein 
Recht zur Erbfolge in die Würzburg. Lehen beruhet, 
gefallen laßt: so ist auch derselbe in gleichem Mase 
berechtiget, zu erwarten, daß seine dißfalsige Rechts¬ 
zuständigkeiten nicht durch willkührlich eingeschobene 
Bestimmungen erschweret werden. Er ist Descen= 
dent von Schenck Georg, und hat also das vor allen 
nothige Fundameut der Descendenz a primo acqui¬ 
rente vor sich. Er ist nach dem ordine succes- 
sionis 
Max-Planck-Institut für
	        
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