Full text: Kritische Betrachtungen über verschiedene Staatsfragen (Th. 1 (1770))

des westphälischen Friedens. 
gänzlichen Gleichheit bestehen kann, als der Gottes= 
dienst, welchen der Talmud und Alcoran mit Fabeln, 
Geschichten und Jrthümern anbefiehlt. 
Wie würde man über den Unverstand zürnen, 
und als Reichs=Constitutionswidrig ausrufen, wenn 
einer durch diese Stelle dreist und verwegen die al= 
lerhöchste Vorbehaltungs=Rechte des Kaysers mit den 
Privilegien der Churfürsten, die Vorzüge der Chur= 
fürsten mit den Gerechtsamen der Fürsten, die Ge= 
rechtsame der Fürsten mit den Freyheiten der Ritter= 
schaft in allem wollte ausgleichen und vermischen; 
weilen es eben da heißt: Inter Electores Principes 
statusque omnes & singulos sit aequalitas exacta mu¬ 
tuaque? 
Und soll sich wohl eher in Religions-Sa¬ 
chen, derselben Satzungen und Gebräuchen, und 
was davon herquillt, der Katholick mit dem Prote= 
stanten, der Protestant mit dem Reformirten in ei= 
ne uneingeschränkte Gleichheit können setzen lassen? 
Meines Erachtens, so wenig man die, welche der 
alten Religion zugethan, als Neulinge, und die der 
neuen Religion als der alten anhängige angeben 
kann, so wenig läßt sich hier eine allgemeine gänzli= 
che Gleichheit einführen. 
Wie lächerlich würde es nicht ausfallen, wenn 
einer der Augsp. Conf. Verwandten bey Betrachtung 
des 
Max-Planck-Institut für
	        
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