Full text: Kritische Betrachtungen über verschiedene Staatsfragen (Th. 1 (1770))

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Von der Religions=Gleichheit 
tus imperii Romani in antiquis suis juribus praro¬ 
gativis, libertate, privilegiis vigore hujus trans¬ 
actionis stabiliti firmatique sunto; woraus also klar 
erhellet, daß mit den uralten Gerechtigkeiten, Vor= 
zügen und Freyheiten eine gänzliche allgemeine und 
uneingeschränkte Gleichheit nicht bestehen könne; daß 
man wohl unterscheiden müße eine genaue und 
durchgehende Gleichheit, so weit selbe andere Ge= 
setze, die Religion, ihre Principien, das Gewißen 
erlauben, und eine ungebundene ausschweiffende 
Gleichheit, welche hier unmöglich Platz finden kann. 
Hennigesius ist ganz und gar einstimmig; qualis for¬ 
ma sit, ditere in genere possumus, esse talem, qua 
omnium statuum exaequationem in republica non 
admittat. Videndum, an non hue pertineat Art. 8. 
J. P. ubi status antiqua jura & privilegia confir¬ 
mantur, quorum ea est natura & conditio, ut in- 
ter omnes exacte æqualitati locus dari nequeat. 
Also sagt Adamus Adami (*) von den Katholischen 
bey den westphälischen Friedens-Handlungen: 
Aequalitatem inter utriusque Religionis ordines ad 
dictam pacem religionis s. praesentem conventio¬ 
nem restringunt. Daß die Gränzen dieser Reli= 
gions=Gleichheit durch die Satzungen im Religions¬ 
und 
() In telotionc historica de pacificatione Osnabru¬ 
go Monasteriensi ad A. 1647. §. 10. 
Max-Planck-Institut für
	        
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