Full text: Kritische Betrachtungen über verschiedene Staatsfragen (Th. 1 (1770))

des westphälischen Friedens. 
"Verwandte der Augsp. Conf. am Kayserl. Kam= 
7mergericht nicht ausgeschlossen würden." 
Der Religions Friede macht einen Zusat 5. 27. 
" Kein Theil soll des anderen Religion, und Kir¬ 
"chengebräuche abzuthun sich unterstehen... son= = 
„dern jeder Theil den andern bey seiner Religion, 
/Glauben und Kirchengebräuche ruhtg und fried= 
"lich bleiben lassen. " Und der §. 15. sagt: "Oder 
"in anderen Wege wider sein Conscienz, Gewissen 
und Willen beschwehren. „ Dieses war die erste 
und gründlichste Staffel aller Religions=Gleichheit. 
Diesem tritt hinzu der westphälische Friede und 
setzt in tausend Zwistigkeiten durch Verträge Regeln: 
So benahmet er §. 2. den Restitutions=Termin; so 
schränkt er §. 9. die Mehrheit der Stimmen in Re= 
ligions=Sachen ein; §. 30. setzt er die Landshoheit 
zum Grund des Rechts zu reformiren; der §. 48. setzt 
die geistliche Gerichtsbarkeit mit allen ihren Gattun= 
gen wider die Augsp. Conf. Verwandte ausser ihrer 
Würkung rc. rc. und wo von diesem und dergleichen 
durch Verträge, keine Meldung geschieht, setzt er 
beym Eingang des V. Artikels zum Grund:" Jn 
"allen übrigen Fällen soll zwischen beyder Religion 
"Churfürsten, Fürsten und Ständen allem und je= 
/dem 
A 4 
Max-Planck-Institut für
	        
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