Full text: Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit und politische Gesetzkunde (Jg. 1837, Bd. 1 (1837))

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Hauptblatt. 
1797, Nr. 385, selbe executiv pfänden und versteigern 
lassen. 
Durch diese letztere Executionsart gelangt der Gläubiger 
in der Regel früher zu seiner Befriedigung, als im ersten Falle, 
wo er genöthiget ist, selbe erst, vielleicht durch eine langwie¬ 
rige Prozeßführung einzutreiben; aber sie gereicht dem Schuld= 
ner mehr zum Nachtheile, indem jeder Käufer die Last und 
Unsicherheit der Einbringung gewiß sehr hoch in Anschlag brin= 
gen wird. — Aus diesem Grunde scheint auch die Concursord= 
nung dieses Einbringungsmittel um so weniger gebilligt zu ha= 
ben, als schon nach der Natur des Concursprozesses von einer 
schnellen Befriedigung der Gläubiger keine Rede seyn kann, 
dieser Zweck daher auch bey einer Veräußerung der Actipfor= 
derungen nicht zu erzielen ist, und durch diese der Cridatar 
und Gläubigergemeinschaft nur der Gefahr einer Verschleude= 
rung ausgesetzt würden. Diese nämliche Rücksicht mag auch 
den höchsten Gesetzgeber bewogen haben, in Beziehung auf ein 
angefallenes Erbrecht den Masseverwalter lediglich zur Erbser= 
klärung, nicht aber auch zur Veräußerung desselben anzuweisen, 
Max-Planck-Institut für
	        
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