Full text: Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit und politische Gesetzkunde (Jg. 1840, Bd. 3 (1840))

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Notizenblatt. 
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aus einander gesetzt werden. Der Verf. schließt sein verdienstvolles Werk 
mit einer kurzen, aber nachdrucksvollen Apologie der Jurisprudenz. 
Nachdem wir auf diese Weise unsere verehrten Leser mit dem Inhalte 
des vorliegenden Buches wenigstens in seinen Umrissen bekannt gemacht 
haben, glauben wir noch die Bemerkung beyfügen zu müssen, daß selbes 
der gelungenen Stellen noch gar manche enthält, deren Erwähnung zu 
thun wir vielleicht eben keine Gelegenheit fanden; daß man sich in vielen 
Fällen darin Raths erholen kann, und es meist nur vollkommen befrie¬ 
digt aus den Händen legen wird; daß beynahe auf jeder Seite die gründ¬ 
liche Gelehrsamkeit des Verf. hervorleuchtet, der seine Citate nicht 
bloß — wie es leider nicht selten geschieht — wieder abgeschrieben, son¬ 
dern jederzeit aus den Quellen selbst geschöpft hat, und daß Er über¬ 
haupt den hohen Ruf, den er nicht bloß in seinem Vaterlande, sondern 
auch unter den französischen und deutschen Rechtslehrern genießt, im voll¬ 
sten Maße bewährt hat. Die Auflage ist sehr schön und correct. 
Prof. Moriz v. Stubenrauch. 
Fortsetzung der Gesetzchronik. 
160. 
Patent vom 28. Juny 1840. 
Die Verhältnisse des deutschen Ritterordens gegen den österreichischen Kai¬ 
serstaat betreffend. 
Wir Ferdinand der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich rtc. etc. 
Unseres in Gott ruhenden Vaters des Kaisers Franz Majestät, haben 
zur Ausführung Ihrer zu jeder Zeit auf Schutz und Erhaltung des deut¬ 
schen Ritter=Ordens gerichteten Absichten durch Handschreiben vom 17. Fe¬ 
bruar 1806, den damahligen Hoch= und Deutschmeister Erzherzog Anton 
in seiner Würde, und den Orden in dem Besitze seiner in dem Preßburger 
Friedens=Schlusse der Verfügung des Oberhauptes des Erzhauses Oesterreich 
anheimgegebenen Güter bestätigt; das Verhältniß des Ordens gegen den 
österreichischen Kaiserstaat bestimmt; und nachdem ersterer in der Folge in 
den Genuß seiner Güter in Illyrien und Tirol und der Commende zu 
Frankfurt am Main wieder eingetreten war, ihn zu derjenigen Berichti¬ 
gung und Ergänzung der Ordens=Statuten vom Jahre 1606 auffordern lassen, 
welche durch die Auflösung der deutschen Reichsverfassung und durch die 
neue Stellung des Ordens gegen das Oberhaupt des österreichischen Kai¬ 
serthums nothwendig geworden, und zu welcher er durch die ihm vom Papst 
Innocenz IV. verliehenen Privilegien berechtigt war. Dem zu Folge sind 
die Statuten des Ordens mittelst einhelligen Beschlusses seines Groß=Capi¬ 
tels erneuert und durch mehrere den dermahligen Zeitumständen angemessene 
Max-Planck-Institut für
	        
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