Full text: Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit und politische Gesetzkunde (Jg. 1832, Bd. 2 (1832))

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Hauptblatt. 
XXV. 
Ueber die 
Berechnung der Dauer der Arreststrafe bey 
schweren Polizey-Uebertretungen. 
Vom 
Herrn D. Hieronymus v. Scari, 
k. k. o. ö. Pro fessor der politischen Wissenschaften und der Statistik 
an der Universität zu Olmütz. 
Der §. 14 des II. Thls. des Str. G. B. sagt: „Die kürzeste 
»Dauer des Arrestes ist von vier und zwanzig Stunden; die 
vlängste von sechs Monathen.« Die einzelnen Strafbestimmun¬ 
gen werden im Verfolge des Gesetzbuches nach Tagen, Wo¬ 
chen und Monathen ausgedrückt. Ueber die Berechnung 
eines Tages oder einer Woche kann kein Zweifel entstehen, da 
der Tag sowohl nach einem unzweydeutigen Sprachgebrauche 
als nach gesetzlichen Bestimmungen 24 Stunden, und die Woche, 
wie alle Welt weiß, sieben Tage begreift. Nicht so ausgemacht 
ist hingegen, welcher Zeittheil unter dem Ausdrucke »Monathe 
zu verstehen sey. Man kann nähmlich entweder nach dem a. b. 
G. B. 2) und nach früheren gesetzlichen Bestimmungen*) un¬ 
ter einem Monathe 30 Tage verstehen, oder aber man kann die 
Kalender=Berechnung eintreten lassen, wo dann der Monath 
bald 31, bald 30, bald 28 oder 29 Tage begreift. Ganz gleich¬ 
gültig kann es wohl nicht seyn, welche dieser beyden Berech¬ 
nungsarten man zum Grunde legt, da nach der ersten jeder 
Sträfling für einen Monath Arrest nicht mehr und nicht we¬ 
a) §. 902. 
*) Das römische Recht. S. Nov. 115, Cap. 2. 
Max-Planck-Institut für
	        
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