Full text: Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit und politische Gesetzkunde (Jg. 1832, Bd. 2 (1832))

Max-Planck-Institut für 
Hauptblatt. 
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werden muß. Der scheinbare Widerspruch zwischen den §§. 253 
und 404 lit. a. einerseits, und dem §. 404 lit. b. andererseits, 
behebt sich dadurch, daß der Betrag des beschworenen Schadens 
nach der Analogie des Schätzungseides im Civil=Verfahren von 
dem Criminal=Richter für jeden Fall als Ersatz zuzuerkennen 
ist, als Grundlage aber für das Strafurtheil nur dann ange¬ 
nommen werden darf, wenn keine Ursache da ist, zu vermuthen, 
der Beschädigte habe die Angabe seines Schadens übertrieben. 
Dieß scheint auch die Meinung unseres ausgezeichneten Com¬ 
mentators des Strafgesetzes zu seyn, wenn man seine Erläute¬ 
rungen zu den §§. 253 und 404 lit. a. und b. untereinander 
vergleicht *). 
*) Jenull, das österreichische Criminalrecht; 3. Theil, S. 132 
-135, und 4. Theil, S. 89 u. f. f.
	        
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