Full text: Archiv für die Rechtspflege und Gesetzgebung im Großherzogthum Baden (Bd. 2 (1832))

Ueber die Dauer des gesetzlichen Unterpfandsrechts 
der Minderjährigen an dem Vermögen ihres 
Vormunds nach geendigter Vormundschaft, 
auch ohne Inscription. 
Von 
Herrn Hofgerichtsrath Merk in Freiburg. 
In dem Aufsatze Nr. XXVII. 1sten Bandes 2tem Hefte dieses 
Archivs findet sich die Ansicht entwickelt, daß den minder= 
jährigen Kindern an dem liegenschaftlichen Vermögen ihres 
Vaters das gesetzliche Unterpfandsrecht der Minorennen erst von 
Auflösung der Ehe durch den natürlichen oder bürgerlichen Tod 
der Mutter an zustehe, als von welchem Zeitpunkt an der 
Vater allein die Eigenschaft eines Vormunds annehme. Wenn 
nach der bei den französischen Gerichtstribunalen sich festgesetzten 
Jurisprudenz dieser Satz keinem Zweifel mehr unterworfen 
seyn dürfte; so ist entgegen die damit in Verbindung stehende 
weitere Frage über die Dauer des gesetzlichen Unterpfands der 
Minderjährigen, — wenn sich solches nicht eingetragen findet, 
schon mehr bestritten, wozu die so allgemeine Fassung des 
Art. 2135 des Code civil, und daß überhaupt an keiner Stelle 
desselben hierüber Etwas ausdrücklich bestimmt ist, den Anlaß, 
Archiv f. Gesetzgebung rc. 2. Bds. 1. Heft. 
Max-Planck-Institut für
	        
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