Full text: Teutsche Staatskanzley (Th. 5 (1784))

1.) Von dem kais. Recht 
daß dergleichen Briefe in sehr viele Gegenden 
Teutschlands ausgegangen seyen. Von den an 
das Halberstädtische Kloster Adersleben, an 
das Würtembergische Kloster Königsbronn, 
und an das Kloster Fulda ergangenen Panis¬ 
briefen habe ich am angezeigten Orte schon 
Erwähnung gethan, und von dem ersten Fall 
das königlich Preusische Rescript an die Re= 
gierung zu Halberstadt mitgetheilt. Bald 
darauf wurden auch Panisbriefe in Hannöve= 
rische, Badische, Stifter, an die gefürstete 
Abtei St. Emeran, das Kloster Niedermün= | | 
ster, und den Spital zu Regenspurg, auch 
in einige andere Reichsstädte bekannt. 
Die alte Distinction der Reichsstände in 
solche, die suprematum oder potentatum ha¬ 
ben, und solche, welche sich eines solchen zu¬ 
fälligen Vorzugs nicht erfreuen können, hat 
— so unrichtig sie immerhin in staatsrecht¬ 
lichen Systemen seyn mag — auch bei dieser 
Gelegenheit ihren Werth in der practischen 
Politique behauptet. Die mächtigeren Stände 
schikten die Panisbriefe wider zurük. Das 
Churhannöverische Ministerium hatte schon 
vor ihrer Ankunft die nöthigen Befehle des¬ 
wegen 
Max-Planck-Institut für
	        
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