Full text: Teutsche Staatskanzley (Th. 5 (1784))

334 9.) Streit das Reichsschultheisen¬ 
der Staab von dem Ober= 
dentlich beschehen 
Sr. Gnaden in der 
botten vorgetragen 
Prälaur zu Handen gestellet — und auf den 
Tisch gelegt worden. 
Allda Herr Pistorius proponirte: Weilen 
so wohl die alte Gewohn= und Schuldigkeit 
mit sich bringt, daß bey Sezung eines Schult= 
beissen der Staab Jhro Hochwurden und Gna¬ 
den, um damit den Neo- denominatum be- 
lehnen zu können, eingehändiget= und überbracht 
werde; Als hat gegenwärtige Rathdeputation 
zu diesem Ende kommen- und deme zu folg den 
Staab zu dero Händen legen und stellen wol= 
len. Worauf Sr. Gnaden diesen in die Hand 
genommen, und vermittelst geschehener statt¬ 
licher proposition, worinnen dieselbe des Got¬ 
teshauses hierinfalls habende Privilegien zu 
Genuͤgen angezogen, des neuen Herrn Schult¬ 
beissen obermeldte Meriten nochmalen allegirt 
in Meldung daß weilen in Ansehung derselbe 
zu diesem Amt gelanget= und durch dero De¬ 
putirte verwichenen Freitag ihnen referirt wor¬ 
den, der löbl. Stadt große Consolation hierob 
haben, diesem nach sie auf heut die wirkliche 
Schultheissenamts Besezung und Lehensinbe= | | 
stitur vornehmen wollen, ehe und bevor aber 
dieses beschehe, nöthig seyn will, damit Er 
Herr Reichsschultheiß auch wüßte, was solch 
Amt und Function mit sich bringe, und er 
zu thun und zu lassen schuldig seye, daß ihme 
die 
Max-Planck-Institut für
	        
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