Full text: Teutsche Staatskanzley (Th. 5 (1784))

24 1.) Von dem kais. Recht 
„ihm allbereits die Beschwerden des gemeinen 
„Pfennings, des Reichsvorraths, der Ergaͤn¬ 
„zung desselben, der Baukosten zu den Un¬ 
„garischen Vestungen und andere Umlagen 
„oblägen, zumal ihn das Hispanische Kriegs¬ 
„volk in die äusserste Armuth gesetzt hätte, 
„daß er auch wirklich im Begriff wärre, den 
„Zehenden und andere nahmhafte Gefäͤlle zu 
„Türkheim in Baiern zu verkauffen.„ So 
bündig nun auch die in beeden Schreiben an¬ 
gefuͤhrte Gruͤnde waren, so verlangten doch 
die Kaiserliche Räthe, daß der Herzog den 
Probst zu Ruhe weisen sollte, da der Tra- 
bant ohnehin die Pfrönde nicht zu beziehen 
hätte, bis er Alters halber zu dienen untüch¬ 
tig würde. Dagegen versicherten sie, 
daß hinfür die Wirtembergische Clo= 
ster mit dergleichen Panisbriefen ver¬ 
schont werden sollten. 
§. 26. 
Dieser Vorfall ist allzu interessant, als 
daß ich ihn ganz ohne Bemerkungen koͤnnte 
vorüber gehen lassen. I. Die Art der Ver¬ 
theidigung. Weder der Probst allein wollte 
für sich die Sache ausmachen; dann sie schien 
ihm zu wichtig und die Rechte seines Landes= 
herrn zu sehr gekränkt: noch gieng der Herzog 
gern daran, sich viel in das Spiel zu mischen. 
Er beförchtete Kaiserliche Ungnade, die ihm 
dazumal 
Max-Planck-Institut für
	        
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