Full text: Teutsche Staatskanzley (Th. 5 (1784))

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der Panisbriefe. 
künfte besorgt, und der kirchlichen Oberauf= 
sicht die genaueste Rechnung dafüͤr geben mu߬ 
wo er, der Prälat, die Professoren oder Pra- 
ceptoren, die Clostersdienerschaft, gewisse be¬ 
stimmte Besoldungen geniessen, und uͤbrigens 
jeder für sich leben muß, wo also der Prälat 
selbst, der Verwalter, die Professoren, selbst 
Panisten ihres Landsherrn und dessen gebrö= 
delte Diener sind. Diß halte ich daher füͤr 
den vorzuͤglichsten Grund, warum den evan¬ 
gelischen mittelbaren Stiftern und Clöstern 
die Kraft ihrer Mittelbarkeit meistens von der 
hier geschriebenen Verfassung sind, weder Pre¬ 
cisten noch Panisten zugeschikt werden koͤnnen, 
der Bestimmung des Entscheidtags hier nicht 
einmal zu gedenken. Und endlich 4) wird der 
Begriff der ersten Bitte und Panisbriefe auch 
deßwegen bei Mediat=Stiftern zweifelhaft, 
weil gewöhnlich die Landesherrn die ordentliche 
Collatoren der Präbenden sind. 
§. 25. 
Wie aber wenn doch der Fall entsteht, daß 
einem solchen Closters=Prälaten ein Kaiserli= 
cher Panisbrief präsentirt würde? Kann er 
sich mit dem Präͤsentanten hieruͤber einlassen? 
oder den Panisten geradewegs abweisen? Bee- 
des verneine ich. Er ist Unterthan eines Lan¬ 
desherrn, der die Cloͤsterliche Rechte vertritt, 
oder durch sein evangelisches Ministerium ver¬ 
tretten 
B 3 
Max-Planck-Institut für
	        
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