Full text: Teutsche Staatskanzley (Th. 5 (1784))

20 1.) Von dem kais. Recht 
Stift geeigenschaftet seyn, und den Statuten 
des Closters sich unterwerfen. Unter jene Ei¬ 
genschaften gehört z. B. bei adelichen Stiftern 
der Stiftsmäßige Adel (§ 23. not. a.) bis= 
weilen besonderes Familienrecht, meistens aber 
das Jndigenat. Lezteres ist auch bei dem Pa= 
nisten zu beobachten, der sonst uͤbrigens an die 
Stiftregeln nicht gebunden ist. 2) Precist 
und Panist muß der Religion des Klosters 
wohin er präsentirt worden, zugethan seyn; 
wenigstens kann gegen das Entscheidjahr kein 
anderer Glaubensgenosse aufgedrungen werden. 
III. Bei dem Stift selbst. 1) Es ist nur 
zur Aufnahm eines Precisten, auch nicht meh¬ 
rerer Panisten zu gleicher Zeit und auf einmal, 
vielweniger anderer Religion, verbunden. 2, 
All dieses nur alsdenn, wenn im Jahr 1624. 
und dessen 1. Jenner wirklich ein kaiserlicher 
Präsentat daselbst gewesen ist. 3) Das Clo- 
ster muß in solcher Verfassung seyn, daß es 
auch eines Precisten oder Panisten faͤhig seie: 
d. i. das Stift oder Closter muß seinen or = 
dentlichen Convent (denn sonst laͤßt sich eigent¬ 
lich kein Stift oder Kloster denken: Pflanz¬ 
schulen sind keine Convente) seine besondere 
Oekonomie, eigene Einkünfte und Verwaltung 
haben, kurz, es muß ganz für sich selbst be¬ 
stehen koͤnnen. Denn wo und wie koͤnnte sonst 
der Precist oder Panist seine Versorgung er¬ 
halten? diß heißt keine eigene Closters-Oeko¬ 
nomie, wo ein Verwalter die Closters Ein= 
künfte 
Max-Planck-Institut für
	        
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