Full text: Reichsritterschaftliches Magazin (Bd. 3 (1783))

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sten berechtigen lassen. Weil aber merkliche Un¬ 
kosten dabey aufgeloffen, zu dem die Benach= 
barte auch nicht gern gestatten wollen, die Ma¬ 
leficanten ohne Geleit uͤber ihren Grund und Bo¬ 
den zu fuͤhren, als haͤtten sie bey weyl. K. Frid¬ 
rich III. sonderlich aber K. Maximilian I. und 
dem darauf erfolgten roͤm. Kaiser um Verley¬ 
hung des Blutbanns, und also die signa exe¬ 
cutiva, damit das Uebel (um gehoͤrter Ursache 
willen) nicht ungestraft bleibe, angehalten, wel¬ 
che ihnen auf vorhergehende Erkundigung und 
gemeinsamen Beweiß vorgemeldten Landes-Ge¬ 
brauchs und Herbringens zu denen Guͤtern, 
oder fuͤr sich, ihre Erben und Nachkommen, 
ohne alles Bedenken bewilligt und verliehen wor¬ 
den rc. rc. 
2. So wuͤrden in denen Kais. Archiven die 
von gedachten roͤm. Kaisern ertheilte Lehenbriefe 
vorhanden seyn, in welchen allen und jeden ent¬ 
weder der vorgesezte Gebrauch, daß ein jeder 
den Maleficanten an einen andern Ort seines 
Gefallens ad Executionem fuͤhren lassen doͤrf¬ 
te, oder soviel exprimirt, daß in der Suppli¬ 
canten Guͤtern sonst Niemand in dergleichen 
Fallen zu schaffen oder zu gebieten gehabt; da¬ 
hero dann erfolget, daß, wann ein Gut durch 
Verkauf, Tausch, Testament, Erbschaft, oder 
in andere Wege veraͤndert worden, daß je und 
in allweg mit demselben auch der lehenbare Blut¬ 
bann, als ein jus reale fundo inhaerens, auf 
die Besizer der Guͤter ohne Widerrede kommen 
und gefallen, und von Kais. Maj. und ihren 
Vor= 
C 
Max-Planck-Institut für
	        
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