Full text: Wetzlarische Beyträge aus der Reichs-Praxi dasigen Höchsten Reichs-Gerichts (Bd. 1, Th. 2 (1763))

Erhaͤrtung per Jurament. Credul. Sipplet. 21 
darauf 3tiò.) Sententiam de Anno 1711. vor 
sich erhalten, nemlich nicht, weil der Jaͤhrliche 
Betrag nicht hoch genug angesetzet, dann sonsten 
es keines weiteren Beweißes bedoͤrffet, sondern 
weilen Beklagte contra Quantitatem excipiret, 
und dieselbe wohl geringer seyn können. 
Nunmehro aber da die Zehend=Fruchten=Be¬ 
rechnung sich activè in praesenti Processu gegen 
sie verhielte, und je hoͤher dieselbe kommen, je 
mehr sie zu profitiren vermeynten; So woll- 
ten sie 4t0.) gerne das Contrarium, und daß 
der Zehende wohl noch höher benutzet werden 
konnen, behaupten, Allein es stecket hierinnen 
eine gar deutliche Contradiction; Mithin, da 
Klagere und Appellati von Stammer, 5tô.) die¬ 
sen von denen von Schierstaͤdt angesetzten, und 
gegen sie judicialiter ubergebenen Zehenden-Be¬ 
trag, ultro angenommen, und ihre Liquidation 
darnach auf alle Jahr eingerichtet hatten, So 
konten Appellantes mit Grund Rechtens um so 
weniger dagegen etwas anfuͤhren, als sie vor- 
hin in alio Processu das nemliche Quantum 
nicht einmal so hoch passiren lassen wollen. 
Ad 4.) Der Unterscheid unter beyden der 
Schierstadtischen und Stammerischen Rechnung 
bestunde hauptsaͤchlich darinnen, daß erstere den 
voͤlligen Betrag aller ausgetroschenen Fruͤchten, 
letztere aber nur den Pfacht-Betrag, als wozu 
sie nur condemniret, berechnen und ansetzen. 
Da sie nun so wohl den eigenen Krosick, als 
nachherigen Stammerischen ersten Pfacht=Brief 
pro¬ 
Max-Planck-Institut für 
päische Rechtsgeschente
	        
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