Full text: Wetzlarische Beyträge aus der Reichs-Praxi dasigen Höchsten Reichs-Gerichts (Bd. 1, Th. 2 (1763))

18 Von Schurtz=Rechnungen, und deren 
Fünff pro Cent, mithin keine üͤbermaͤßige Zin¬ 
sen erhoben haben. 
Nun wandten zwar Appellantes verschiede¬ 
nes hiergegen ein/ Erstlich uͤberhaupt, daß der¬ 
gleichen Schurtz=Rechnungen von Drey, 
Vier, oder Fuͤnff Jahren dahier nicht Platz=greif¬ 
fig, sondern, daß der Betrag von jedem Jahr 
ins besondere zu berechnen seye. Allein nicht zu 
gedencken, daß dergleichen Rechnungen genosse¬ 
ner Fruchten in solchen Fäͤllen nicht ungewohn¬ 
lich, vielmehr in L. 35. ff. Mandati. expressè fun¬ 
diret: ad quam Legem BRUNNEMANN, inquit: 
Collige ex hac Lege, si quis diuturno tempore 
possederit fundum, & non possit quis Fructus 
scire omnium Annorum, sciat tamen ultimo¬ 
rum 4. Annorum Fructus, quod tunc illi Fru¬ 
ctus possint coacervari, & quarta Pars erit Le¬ 
gitima Summa Fructuum cujusque Anni: 
So ist anbenebst auch in praemissis bereits 
deduciret, daß Creditores von Stammer eben 
nicht schuldig gewesen, sich zur Berechnung gefast 
zu halten, folglich man nunmehro mit ihren Be¬ 
scheinigungen, so sie beyzubringen vermochten, 
besonders, wann sie selbige in Supplementum 
Eydlich erhärteten, zufrieden seyn koͤnnen. 
Vor das Andere wandten Appellantes gegen 
obgedachte Stammerische Liquidation in spe¬ 
cie ein. 
1.). Daß Sie von Krosick ihres Orths die 
Schier= 
Max-Planck-Institut für
	        
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