Full text: Wetzlarische Beyträge aus der Reichs-Praxi dasigen Höchsten Reichs-Gerichts (Bd. 1, Th. 2 (1763))

16 Von Schurtz=Rechnungen, und deren 
Indessen ist jedoch hierbey vorauszusetzen, 
wie auch Hallenses desgleichen Helmstadienses 
ausgefuͤhret hatten, daß bey uns Teutschen per 
Constitutionem Pignoris auf die Art und Weise, 
wie hier geschehen, zugleich das Dominium ast 
revocabiliter transferiret werde, folglich zwischen 
einer solchen Pfandschafft, und einem rechten 
Wieder=Kauff kein hauptsachlicher Unterscheid 
anzutreffen seye (a). 
Hierab folget wenigstens so viel, daß An¬ 
fangs Anno 1668. bey Ueberlaß= und Cedirung 
des Unterpfands Mens ac intentio Contrahen- 
tium wohl nicht gewesen, daß Creditores dasselbe 
auf Rechnung einbekommen sollen, um so mehr, 
als die ausdruͤckliche Worte dahin lauten: Wie¬ 
derkaͤufflichen dergestalt an sich zu nehmen 
daß sie solches als ihr wohlerlangtes Eigen¬ 
thum, bis zu erfolgender Reluition gebrau¬ 
chen sollten. 
Dahero Creditores auch nicht schuldig gewe¬ 
sen, sich auf Rechnung gefast zu halten, viel¬ 
mehr Appellantes, wie auch Helmstadienses 
gantz recht erwehnet, sich fuͤr gluͤcklich zu achten 
hatten, daß man hierauf nicht reflectiret, und 
Klaͤgere Inhalts des Gießer Responsi von aller 
Rechnung absolviret hat. 
4. 
Eben deswegen konte man auch von denen¬ 
selben keine so scharffe Berechnung, und gleich¬ 
sam 
(a) Add. POTGIESER. de Natur, Pignor. Sect. 3. 
cap. i. §. 1. ibique allegat. 
Max-Planck-Institut für
	        
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