Full text: Wetzlarische Beyträge aus der Reichs-Praxi dasigen Höchsten Reichs-Gerichts (Bd. 1, Th. 2 (1763))

Erhaͤrtung per Jurament. Credul. Supplet. 15 
tion post rem judicatam ubergeben, und darin¬ 
nen zu demonstriren sich bemuhet, daß sie noch 
nicht einmal die von 33. Jahren von Zwey Tau¬ 
send Reichsthaler Species zu fordern gehabte 
Jahrliche Zinßen richtig empfangen haͤtten, hin¬ 
gegen Beklagte und Appellantes an der Richtig¬ 
keit dieser Berechnung gar vieles aussetzten: Sen- 
tentia à qua aber diese Einwuͤrffe praevio Jura¬ 
mento Suppletorio verworffen, so kam die zu 
entscheidende Haupt-Frage darauf an: Ob die 
Stammerische Berechnung so viel anscheinen¬ 
de Richtigkeit und Grund habe, daß selbige 
ihrer Seits in Supplementum Eydlich erhaͤrtet, 
folglich Beklagte und Appellantes darauf zu 
Bezahlung des ruͤckstaͤndigen Capitals und In¬ 
teressen pro sua rata condemnret werden koͤnten? 
Bey deren Eroͤrterung insbesondere darauf 
zu reflectiren war: 1.) Wie hoch das ehedem 
statt baarer Zahlung eingehabte Unterpfand, 
der halbe Kochstaͤdtische zehende Jahrlich be¬ 
nutzt werden moͤgen: Und ob 2.) hoc in Casu 
Juramentum Suppletorium statt habe oder nicht? 
§. 3. 
Unnothig waͤre es gewesen, sich bey der von 
denen vorigen Urthels-Fassern weitlaͤufftig ven- 
tilirten Frage: Ob das Anno 1668. inter Partes 
vorgegangene Negotium ein Wieder-Kauff 
oder bloße Pfandschafft zu nennen seye, auf¬ 
zuhalten, indeme man in so weit rem judicatam 
vor sich hatte, daß de perceptis, nemlich von de¬ 
nen gehobenen Zehend-Pfaͤchten Berechnung zu 
Jndessen 
seye. 
thun 
Max-Planck-Institut für
	        
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