Full text: Wetzlarische Beyträge aus der Reichs-Praxi dasigen Höchsten Reichs-Gerichts (Bd. 1, Th. 2 (1763))

12 Ob Status Imperi eine gewisse geraume 
nem Judicialem praefixo weiters ad praestatio¬ 
nem Solennium parat zeigen sollen. 
Falls ih¬ 
me auch Conditio aequivoca geschienen, so hatte 
er um so mehr auf eine deutliche Resolution 
dringen sollen. 
Und daß uͤbrigens Status Imperii eine ge¬ 
wisse geraume Zeit ad praestandum Solennia in 
Privilegio Cæesareo Requisita per Ordinatio¬ 
nem generalem festsetzen konnen, hat um so we- 
niger Zweiffel; da ihnen selbiges in singulis Ca¬ 
sibus zu thun, frey stehet. 
Es ist zwar regu¬ 
lariter genug, wann ein Appellant sich intra 
tricesimum ad Solennia offeriret, und lieget 
dem Richter ob, einen Terminum zu prafigiren. 
Es war aber hier in der Fürstlichen Hof-Ge¬ 
richts=Ordnung bestimmet, daß Partes intra 
4. Septimanas praefixionem Termini begeh- 
ren sollen. 
Eine solche Verordnung ist nicht contra, son¬ 
dern praeter Privilegium Caesareum; mithin kan 
Dominus Territorialis dieses wohl selbst in Con- 
formität des Kayserlichen Privilegii sanciren, de¬ 
nen Höchsten Reichs=Gerichten liegt auch auf 
derley Landes=Ordnungen zu attendiren. 
§. 6. 
Obwohl nun solcher gestalt Desertio Appel- 
lationis klar war, so wurde doch noch ein anderer 
Weeg eingeschlagen, um Appellanti utpote Foe¬ 
minae Anlaß zu geben, contra culpam Advo¬ 
cati vel Procuratoris vel propriam ignorantiam 
in Jure 
Max-Planck-Institut für 
opäische Rechtsgeschiente E-
	        
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