Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 28 (1853))

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ohne aber daß durch solche Vorausbestimmung an dem, 
erst durch künftigen Abgang von der Stelle bedingten Exi¬ 
stentwerden und Transmittiren des Abfindungsanspruchs 
selbst etwas geändert würde. 
(Schluß folgt.) 
III. Entscheidungen des Königl. Oberappellationsge¬ 
richts zu Celle. 
(Von dem Hrn. Oberger.=Assessor Hattendorf in Stade.) 
Zulässigkeit der unvordenklichen Verjährung 
bei Veräußerungen von Lehnstheilen. 
Gegen die Vindication eines Lehnstücks aus dem Besitze 
von nicht im Lehnsverbande befindlichen, folglich unbefug¬ 
ten Detentoren ist zwar die Einrede der Verjährung, in 
sofern sie auf einem durch eine bestimmte Reihe von Jah¬ 
ren fortgesetzten Besitzstand begründet werden soll, nach II. 
F. 40 und 55 unzulässig. Dagegen leidet die in diesen 
Stellen enthaltene Prohibitivbestimmung auf die Immemo¬ 
rialpräscription keine Anwendung, da diese die Stelle des 
legalen Erwerbstitels vertritt, mithin eine bei der Veräu¬ 
ßerung des Lehns hinzugetretene lehnsherrliche Ratihabition 
de jure vermuthen läßt. 
Erk. vom OAG. zu Celle am 29. Jan. 1823 in S. 
des Oberforstmeisters Grafen v. Münster=Langelage 
und des beigetretenen advocati der Osnabrück'schen 
Lehnscurie wider den Colonen Küter zu Laer und 
Cons. Beklagte, wegen eines Zehntens; sowie in S. 
derselben wider die Wittwe weil. Gerichtsschreibers 
Bödiker zu Haselünne u. Cons. in pto. recu- 
peration. eines halben Lehnzehntens. 
Noege 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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