Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 14 (1839))

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des-Regierung und Euch Streit darüber entsteht: ob eine 
Sache eine Justiz=Sache sei oder nicht? nicht eigenmäch¬ 
tig zuzufahren, sondern mit der Regierung darüber zu 
communiciren, und wenn man dadurch zur Vereinigung 
nicht kommet, Euch an Uns zu wenden, und Unsere Ent¬ 
scheidung abzuwarten. Wir werden Euch mit billigen 
und gegründeten Vorstellungen nicht enthören. Wir wer¬ 
den aber auch über die Grenzen zu halten wissen, welche 
denen von Uns abhangenden Collegiis gesetzt sind; und 
da Wir erkennen, wie viel daran gelegen sei, daß Unsere 
Unterthanen, nicht durch gegen einander laufende obrig¬ 
keitliche Verfügungen irre gemacht, dadurch das obrig¬ 
keitliche Ansehen selbst vermindert, und zu vielen andern 
übeln Folgen Anlaß gegeben werde, nimmer gestatten, 
daß dieser Unser, auf die Erhaltung der Ordnung abzie¬ 
lende und dazu nothwendige Befehl, aus den Augen ge¬ 
setzt werde. Wir rc. 
St. James, den 23. Mai 1775. 
Georg R. 
(gez.) 
An 
das Ober=Appellations-Gericht in Celle. 
Abhandlungen und Rechtsfälle. 
Ueber den rechtlichen Werth der gerichtsärztli¬ 
chen Gutachten über die Zürechnungsfähigkeit 
oder Unzurechnungsfähigkeit von Verbrechern 
durch Mittheilung aus einem vorgekommenen 
wichtigen Criminalfall erläutert. 
(Schluß.) 
In dem mitgetheilten ersten Gutachten hatte sich der 
Landphysikus im Resultate klar und deutlich dahin aus¬ 
Max-Planck-Institut für
	        
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