Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 14 (1839))

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im Stande waren, die Seelenkräfte des ** zu schwä¬ 
chen, und denselben eine falsche Richtung zu geben: wir 
müssen von ihnen unsere Meinung aussprechen, daß in 
der That seit dem apoplectischen Anfalle Urtheilskraft und 
Ueberlegung des * * bedeutend gelitten hatten, wie dies 
aus ganz unverdächtigen Handlungen, unter welchen wir 
die Vorfälle bei der Grenzvermessung besonders hoch stel¬ 
len, hervorgeht. Daß sich in späterer Zeit dieser Zustand 
gebessert, können wir nirgends aus den uns vorliegenden 
Acten finden, ja die Trunksucht hat, wie dies auch etwas 
ganz gewöhnliches ist, mehr zugenommen. 
Was nun den von * * ausgeführten Mord betriff 
so scheint zwar nach einigen dabei stattgefundenen Um¬ 
ständen derselbe in sofern recht vorsätzlich und mit großer 
Ueberlegung von Seiten des ** unternommen worden 
zu sein, als derselbe notorisch nicht betrunken war, und 
als er hauptsächlich die Flinte unter mancherlei vorher 
unternommenen Handlungen, wohin wir das Zerhacken 
des Bleistifts rechnen, lud, wobei demnach eine vorher 
gefaßte und wohl überdachte Absicht nicht verkannt wer¬ 
den zu dürfen scheint. Der Gedanke aber, sich an seiner 
Frau zu rächen, scheint schon früher bei dem ** Wurzel 
gefaßt zu haben; ja es geht aus den Acten hervor, daß 
** schon vorher einmal seiner. Frau gedroht, sie mit 
dem Messer tod zu stechen, welches er auch wirklich in 
der Hand hielt (Fasc. act. II. p. 21), welche Drohung 
grade Veranlassung zu den Mistgabelschlägen wurde, die 
er von seinem Sohne erhielt. Diese letzteren, welche der 
That einige Tage vorhergingen, nehmen wir als nächste 
äußere Veranlassung des Mordes an (vergl. pag. 153) 
wo * * ausdrücklich, befragt, wie er zur That gekom¬ 
men angiebt: 
Max-Planck-Institut für
	        
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