Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 14 (1839))

ckung der Wahrheit vorgezeichnet wurden, die ihm eigene 
Erfahrung und Verstand nicht an die Hand gaben, muß 
er in Absicht auf seine geleitete Untersuchung einer Con¬ 
trole unterworfen werden, wenn nicht der Gesetzgeber ge¬ 
gen alle Vernunft und Erfahrung voraussetzen will, daß 
die Protocolle des Inquirenten jedes Mal ohne Beimi¬ 
schung, ohne fremdartigen Zusatz die ganz reinen und 
unverfälschten Ausdrücke desjenigen sind, was Zeugen und 
Angeklagte ausgesagt haben, daß Irrthum, Vorurtheil, 
Leidenschaft und sonstige menschliche Schwächen und Ge¬ 
brechlichkeiten nie auf die Einkleidung und den Vortrag 
des Inquirenten einigen Einfluß haben können. 
Diese Controle kann keine andere, als die der öffent¬ 
lichen und mündlichen Schluß=Verhandlung sein, 
welche vor dem zur Entscheidung der Sache versammel¬ 
ten Gerichte in Gegenwart des Angeschuldigten und der 
Hauptzeugen für die Schuld und Unschuld vor sich gehen, 
und in Abwesenheit des Inquirenten von dem in der 
Sache noch unbefangenen und von mehreren Mitgliedern 
unterstützten Präsidenten des Gerichtshofes geleitet werden 
muß. 
Gedruckt bei A. Pockwitz in Stade. 
Verlegt von Herold und Wahlstab in Lüneburg 
Max-Planck-Institut für
	        
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