Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 14 (1839))

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Beklagtens, Hof eigenbehörig gewesen, als uner¬ 
heblich zu verwerfen, indem das Berufen auf ein 
Recht des Gutsherrn als eine exceptio de jure 
tertii sich darstellt, welches, wenn jetzt nicht ein¬ 
mal eine Verletzung für diesen Dritten mehr denk¬ 
bar ist, um so mehr als ganz unstatthaft erscheint, 
solchem nach das Gericht erster Instanz anderweit 
über das angebrachte Klagwerk und die darauf 
verhandelten Einreden ordnungsmäßig zu erkennen 
habe w. R. rc. 
Miscelle. 
Nothwendigkeit einer öffentlichen und mündlichen 
Schluß=Verhandlung in Criminalfällen. 
(Lesefrucht.) 
Der Fehler unserer deutschen (Criminal=Proceß=) Ge¬ 
setzgebung ist, daß sie das Leben und die Freiheit der 
Bürger von dem Inquirenten, dem einzelnen und jenem 
Manne abhängig macht, welcher im Anfange der Unter¬ 
suchung noch nicht weiß, wo diese hinausgehen wird, der 
die Resultate nicht vorher sehen kann, dessen Kunst sich 
vorzüglich nur auf das richtige Auffassen und das gewiß 
sehr mühsame Aufzeichnen der einzelnen Aussagen be¬ 
schränkt. Nur mit dem Fortschreiten der einzelnen Ver¬ 
nehmungen beschäftigt, und von dem Eifer ergriffen, seinen 
Bemühungen die gewünschte Folge zu leisten, ist er nicht 
selten sogar befangen. Ohnehin durch die Länge der 
Arbeit ermüdet, vielleicht auch empfindlich darüber, daß 
ihm im Laufe der Untersuchung die Mittel zur Entde¬ 
Max-Planck-Institut für
	        
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