Full text: Jahrbücher der gesammten deutschen juristischen Literatur (Bd. 12 (1829))

206 F.A. v. Langenn u.A. S.Kori, Erört. pr. Rechtsfr. 
überhaupt betrifft, auch die neben der Einrede statt 
findende Klage mit entscheidet, z. B. wenn die ex¬ 
ceptio compensationis oder quanti minoris durch die 
replica compensationis für beseitigt erachtet wird. Das 
Fundament der exceptio compensationis und quanti mi¬ 
noris kann dann nicht mehr zu einer Klage benuzt wer¬ 
den. Wird indessen über die Einrede nur in ihrer 
Eigenschaft als solche, in ihrer blossen Relation zur 
Klage, der sie entgegengesezt ist, entschieden, z. B. 
die exceptio compensationis, weil kein compensabler 
Gegenstand in Frage ist, so kann das Fundament der 
Einrede auch noch zu einer Klage benuzt werden. 
Dasselbe gilt, wenn die Einrede, als in der ange¬ 
brachten Maasse unzulässig, keine Berücksichtigung 
fand. 
XX. In wie weit sind bey gerichtlichen 
Handlungen des Richters oder der Par- 
theien, die im Protocolle oder Decret nicht 
ausgedrückten zur Vollständigkeit und Ge¬ 
setzmässigkeit der Handlung gehörigen 
Umstände als richtig zu präsumiren? Gegen 
die Präsumtion, denn nach gesetzlichen Vorschriften, 
besonders dem canonischen Recht, solle nur das, was 
in dem Protocoll ausgedrückt sey, als richtig prä¬ 
sumirt werden. 
— f. 
II. Nach- 
Max-Planck-Institut für
	        
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