Full text: Jahrbücher des Großherzoglich Badischen Oberhofgerichts (N.F. Jg. 7 = Jg. 14. 1842/43 (1843))

Nothzucht und Tödtung. 
Indicien=Beweis. 
Genofeva Kaiser von Frohnschwand lebte in Littenweiler 
(¾ Stunden von Freiburg) und beschäftigte sich dort mit 
Waschen und Bügeln, besonders für Einwohner von Frei¬ 
burg. In jüngster Zeit vor dem nachher zu erwähnenden 
Ereignisse stand sie mit dem beurlaubten Soldaten und 
Schreiner=Gesellen Ignaz Albrecht von Littenweiler in ver¬ 
trautem Umgange, in Folge dessen sie, nach ihrer und 
Albrechts Angabe, schwanger war. Aus einer frühern un¬ 
ehlichen Verbindung hatte sie eine Tochter, Pauline (nach 
der Geburts=Urkunde Balbine), geboren den 21. Februar 
1832, welche aus Mildthätigkeit von Personen in Freiburg 
unterhalten wurde, dort die Schule besuchte und als ein 
braves und gescheidtes Kind bezeichnet wird. 
Dieses Mädchen besorgte häufig Geschäfte für die Mut¬ 
ter und blieb bisweilen bei derselben in Littenweiler über 
Nacht; auch hatte es mehrmals aus Auftrag seiner Mut¬ 
ter dem außerhalb Freiburg gegen Littenweiler hin in einem 
neuerbauten Hause arbeitenden Albrecht das Essen zu bringen. 
Am 31. Juli besuchte es seine Mutter. Diese schickte es 
Nachmittags mit einem auf dem Kopfe zu tragenden Körb¬ 
chen voll Wäsche nach Freiburg und trug ihm dabei auf, 
aus dem zu erhebenden Wäscherlohne Zucker, Stärke, Brod, 
u. s. w. zu kaufen; sodann, wenn es für den Rückweg spät 
Max-Planck-Institut für 
op
	        
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