Full text: Annalen der preußischen innern Staats-Verwaltung (Bd. 1, H. 4 = Jg. 1817, Oct. - Dec. (1817))

1) Die Grafschaft Wernigerode ist nur, unbeschadet 
aller Gerechtsame und rechtlichen Verhältnisse, welche 
vor dem Tilsiter Frieden Statt gefunden haben, der 
Regierung zu Magdeburg beigelegt. Jn dieser Hinsicht 
ist dieselbe mit andern Provinzialtheilen nicht zu vermi¬ 
schen, und auf das frühere rechtliche Verhältniß von der 
Regierung zu Magdeburg stets Rücksicht zu nehmen. Es 
ist hierbei nur von Ausübung der Hoheits= und sonsti¬ 
gen Rechte über die Grafschaft Wernigerode die Rede. 
Denn über die materiellen Gerechtsame, welche dem 
Herrn Grafen von Stolberg mit Rücksicht auf die Zeit 
vör dem Jahre 1806 wieder zukommen, ist schon frühet 
eine unmittelbare Allerhöchste Bestimmung ergangen. 
2) Die Zufertigung und Bekanntmachung, aller in 
die Gesetzsammlung nicht aufnehmbaren Verordnungen 
und der Verfügungen der obern Staatsbehörden geschieht 
für die Grafschäft Wernigerode nicht im Namen der er= 
sten oder zweiten Abtheilung der Regierung oder des 
Provinzial=Consistorii oder Provinzial=Medicinal=Collegii, 
sondern nur durch und mit Unterschrift des Oberpräsi= 
denten, Kraft eines beständigen Auftrags der betreffenden 
Ministerien, und auch nicht etwa an einen Landrath, Su= 
perintendenten oder Kreisphysicus, sondern nur an den 
Herrn Grafen oder dessen Behörden, welche die ange= 
messeng Funktion in dessen Auftrag besorgene 1 3a1 
Ew. Excellenzien stelle ich ganz ergebenst anheim, die 
Provinzial=Landesbehörden für den Regierungsbezirk von 
Niedersachfen zur Beobachtung dieser Grundsätze, wovon 
ich den Herrn Grafen von Stolberg Wernigerode eben= 
falls unterrichtet habe, gefälligst anweisen zu wollen. is 
Carlsbad, den 13ten August 1817. 
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ine v. Hardenberg. 
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das Königl. Staats/ Ministerium. 
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Max-Planck-Institut für
	        
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