Full text: Annalen der preußischen innern Staats-Verwaltung (Bd. 1, H. 4 = Jg. 1817, Oct. - Dec. (1817))

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wird. Die Anlage der Feuerungen hängt dagegen ledig= 
lich allein von der Anordnung des Baubedienten ab. 
In Hinsicht auf Auseinandersetzung 
der Gebäude. 
1) Wenn ländliche Gehöfte oder ganze Dörfer nach 
ihrer Einäscherung durch Feuer, oder ihrer Schadhaftig= 
keit wegen, neu erbaut werden müssen, so dürfen weder 
Dominien noch Gemeinden den Neubau eher unterneh¬ 
men, als bis durch den Kreis=Landrath und durch den 
Distrikts=Land=Bau=Inspector die Baustellen besichtigt, 
der Bauplan geprüft und der Bau genehmigt worden, 
welches die genannten Beamten unentgeldlich besorgen 
müssen. 
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2) Es darf kein zu einem Gehöfte gehörendes neues 
Gebäude unter einer Entfernung von 30 Fuß preuß. 
Maaß neben das andere gesetzt werden. Die Scheunen 
sind am weitesten von den mit Feuerungen versehenen 
Gebäuden entfernt anzulegen. . 
3) Dürfen die Gebäude der angrenzenden großen, 
aus mehreren Gebäuden, Stallungen und Scheunen be= 
stehenden Gehöfte nicht näher als 8 preuß. Ruthen zu¬ 
sammen stehen, wenn solches irgend ausführbar ist. 
4) Dürfen in einem Gebäude, in welchem Feuerun¬ 
gen nothwendig sind, nicht andere Behältnisse, als Ställe, 
Siedekammern, Vorräthe=Behältnisse feuerfangender Sa= 
chen rc. angebracht, oder unter einem Dache angelegt 
werden. Solche müssen in den vorgedachten Entfernun¬ 
gen in besondern Gebäuden enthalten seyn, in so weit 
solches nach der Beschaffenheit des Raums zu bewerk¬ 
stelligen steht. 
„5) Die Gehöfte sind da, wo es darauf ankommt, 
beim Neubau so anzulegen, daß die Dorfstraße die vor¬ 
geschriebene Breite erhält. 
6) Wenn mehr als ein Gehöfte erbaut werden muß, 
so hat zuvörderst der Distrikts=Land=Bauinspector einen 
Situations=Plan, wie die Gebäude gestanden, und wie 
solche wieder aufgebauet werden sollen, anzufertigen, 
Max-Planck-Institut für
	        
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