Full text: Annalen der preußischen innern Staats-Verwaltung (Bd. 19, H. 1 = Jg. 1835, Jan. - März (1835))

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beamten beizufügenden Justifikatorien wird hiermit Folgen¬ 
des bestimmt: 
1) wenn die Reise mit der Fahr- oder Schnellpost zu¬ 
rückgelegt wird, so sind die Passagier-Billets nebst den 
Adressen zu den Effekten, der Liquidation originaliter 
beizufügen; 
2) ist die Reise nicht mit der einen oder der andern die¬ 
ser Posten, sondern in dringenden Fällen nur mit Extra¬ 
post auszuführen gewesen, so muß die Liquidation ent¬ 
weder durch die Verfügung des General=Postamts, 
mittelst welcher die Reise mit Extrapost ausnahms¬ 
weise genehmigt worden ist, oder durch eine Bescheini¬ 
gung des betreffenden Postamts darüber: 
„daß und weshalb die Reise weder mit der Fahr¬ 
noch mit der Schnellpost habe zurückgelegt werden 
können, 
justifizirt werden. 
In diesen Fällen müssen entweder die Original-Quit¬ 
tungen über das bezahlte Extrapost-Geld der Liquidation 
beigefügt, oder es muß unter derselben vom Postamte be¬ 
scheinigt werden, unter welcher Nummer des Extrapost=Ma= 
nuals die Extrapost=Kosten, das Bestellgeld und der Abtrag 
vereinnahmt sind. 
Berlin, den 24. Februar 1835. 
Der General=Postmeister. 
v. Nagler. 
57. 
Resolution des Königl. General=Postamts an den Guts¬ 
besitzer N. zu N, die Portofreiheit für die amtliche Kor¬ 
respondenz der Orts=Polizeibehörden betreffend. 
Der Korrespondenz der Orts-Polizeibehörden mit an¬ 
deren Königl. oder Kommunalbehörden in herrschaftlichen, 
namentlich Polizei-, Militair- und Steuer- rc. Angelegenhei- 
ten ist die Portofreiheit allerdings nicht zu versagen. Wenn 
indessen, wie Ew. rc. in dem gefälligen Schreiben vom 29. 
Januar c. erwähnen, einzelne Orts-Polizeibehörden eines 
Dienstsiegels ermangeln, und wenn die gedachte Korrespon¬ 
denz nicht einmal von dem eigentlichen Sitze der Orts-Po¬ 
lizeibehörde, sondern von einem andern Orte ausgeht, wo 
Max-Planck-Institut für 
zuropäische Rechtsgeschichte
	        
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