Full text: Annalen der preußischen innern Staats-Verwaltung (Bd. 19, H. 1 = Jg. 1835, Jan. - März (1835))

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Zweiter Abschnitt. 
Auswärtige 
esetzgebung. 
Großherzoglich Badensche Verordnung, das Verbot de | | 
Tragens verborgener Waffen betreffend. | | 
Leopold, von Gottes Gnaden Großherzog zu Baden, Herzog 
zu Zähringen. 
Auf den Vortrag Unseres Ministeriums des Innern, wor¬ 
nach die Führung und das Tragen verborgener Waffen auf eine 
die öffentliche Sicherheit bedrohende Weise überhand genommen hat, 
finden Wir Uns veranlaßt zu verordnen: 
Art. 1. Verborgene Waffen, namentlich Windbüchsen in 
Form eines Stocks mit abgeschraubtem Kolben, Abschraubgewehre 
jeder Art und Stockflinten, desgleichen Dolche und dolchartige 
Messer, wie auch Stöcke, welche Stilets oder Degen in sich fassen, 
dürfen künftig weder öffentlich noch versteckt getragen werden. 
Art. 2. Ausgenommen von diesem Verbot sind Reisende 
jeder Art, wenn sie sich als solche ausweisen können, und so lang 
sie unterwegs sind. 
Art. 3. Derjenige, welcher gegen dieses Verbot handelt, 
verfällt neben der auf den gesetzwidrigen Gebrauch solcher Instru¬ 
mente gesetzten Strafe, in eine polizeiliche Strafe von Zehn 
Gulden oder eine zehntägige bürgerliche Arreststrafe. — Nebst¬ 
Max-Planck-Institut für
	        
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