Full text: Annalen der preußischen innern Staats-Verwaltung (Bd. 15, H. 1 = Jg. 1831, Jan. - März (1831))

arbeiter, welche nach der Natur ihrer Funktionen für nichts 
anderes als Civil-Supernumerarien anzusehen sind, ohne 
Genehmigung der Ministerien angenommen und verpflichtet 
werden dürfen. Die Königl. Regierung hat daher für künf¬ 
tige Fälle Sich ähnlicher nicht autorisirter Annahmen zu 
enthalten. Was nun die förmliche Anerkennung der vorge¬ 
schlagenen Subjekte, als Civil-Supernumerarien, anbetrifft, 
so spricht sowohl die Allerhöchste Kabinets=Ordre vom 31. 
Oktober 1827. als die in deren Verfolg ergangene Circu= 
lar=Verfügung die Absicht deutlich genug dahin aus, daß 
in den Civil-Supernumerarien eine Pflanzschule von jun¬ 
gen, mit vollständiger Schulbildung gehörig ausgestatteten 
Leuten zur Besetzung derjenigen höheren Subalternen¬ 
Stellen gebildet werden soll, für welche die von den Mi¬ 
litair=Versorgungs=Berechtigten im Allgemeinen zu erwar= 
tende Bildung nicht ausreicht. Dieser Absicht aber würde 
es ganz und gar nicht zusagen, wenn jetzt auf einmal sechs 
Individuen, von denen keiner über eine genügende Schulbil¬ 
dung sich ausweisen kann, in die Büreaux einrücken sollten. 
Es läßt sich also der dahin gerichtete Vorschlag um 
so weniger genehmigen, als auch bei der in dem vorliegen¬ 
den Berichte aufgestellten Berechnung über die Möglichkeit 
einer baldigen Unterbringung dieser Subjekte ganz übersehen 
zu sein scheint, daß die Anstellung der Civil-Supernumera¬ 
rien nur alternirend mit den Militair-Versorgungs-Berech¬ 
tigten geschehen darf, welcher letzteren in dem Berichte gar 
keiner Erwähnung geschieht. Die Königl. Regierung hat 
daher die vorbenannten Individuen wiederum zu entlassen, 
und nur wenn einer und der andere unter ihnen durch her¬ 
vorstechende Anlagen sich ausgezeichnet haben sollte, und, der 
ermangelnden Schulbildung ungeachtet, als eine besonders 
gute Erwerbung anzusehen wäre, für diesen anderweit zu 
berichten. 
Dem Dienste kann es überdieß nicht frommen, wenn 
zur Besorgung der, den etatsmäßigen Subalternen obliegen¬ 
den, und von ihnen, bei vorausgesetzter Tüchtigkeit und Thä¬ 
tigkeit, wohl zu fördernden Arbeiten eine Menge von Hülfs¬ 
arbeitern mit den kärglichsten Belohnungen herangezogen wer¬ 
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Max-Planck-Institut für
	        
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