Full text: Annalen der preußischen innern Staats-Verwaltung (Bd. 15, H. 1 = Jg. 1831, Jan. - März (1831))

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Gefangenen gleich behandeln zu lassen, muß aber bedenklich 
gefunden werden, weil die Strafe eigentlich ein aus Scho¬ 
nung, um nicht sofort zum gerichtlichen Verfahren überzu¬ 
gehen, gewähltes Korrektionsmittel sein soll, durch Gefäng¬ 
nißstrafen, welche in Lokalien der bezeichneten Art erlitten 
werden, aber nicht blos das Ehrgefühl der zu bestrafenden 
Beamten auf eine ihnen selbst höchst empfindliche Weise ver¬ 
letzt werden, sondern auch der Standesehre ihrer Kollegen 
Eintrag geschehen würde. 
Es wird daher für angemessen erachtet, das bisher üb¬ 
lich gewesene Verfahren, die von den Präsidenten mit Ar¬ 
reststrafen belegten Regierungs-Subalternen in dazu bestimm¬ 
ten, dem Zweck entsprechend eingerichteten Lokalien der Kol¬ 
legien=Gebäude gefangen zu halten, wodurch verhütet wird, 
daß dergleichen Straffälle eine nachtheilige Ruchtbarkeit er¬ 
langen, auch für die Folge beizubehalten. 
Hiernach hat die Königl. Regierung und resp. deren 
Präsidium bei Ausführung der mehrerwähnten Instruktion 
vom 25. Juli v. J. zu verfahren. 
Berlin, den 31. Januar 1831. 
Ministerium des Innern für Handel 
Finanz=Minister. 
und Gewerbe. 
Maaßen. 
v. Schuckmann. 
Minist. des Jnnern und der Polizei. 
Für den Justiz=Minister. 
v. Brenn. 
v. Kamptz. 
13. 
Bekanntmachung des Königl. Ober=Präsidiums der Pro= 
vinz Preußen, das Resultat des Wirkens des Schieds= 
manns=Instituts für dieselbe im Jahr 1830. 
betreffend*). 
So wie für das Jahr 1829., so ist auch für das 
Jahr 1830. aus den mir darüber zugegangenen Nachrichten 
*) Vergl. Annalen. Jahrg. 1827. 3tes Heft, S. 608—616. 
1830. 1stes 
S. 17. 
Max-Planck-Institut für
	        
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