Full text: Annalen der preußischen innern Staats-Verwaltung (Bd. 15, H. 4 = Jg. 1831, Okt. - Dez. (1831))

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angedeuteten Mißverhältnisse, welche aus dem Zusammentref¬ 
fen unvermeidlicher von der augenblicklichen Gewalt jedes 
menschlichen Regiments unabhängiger Umstände und Bege¬ 
benheiten erwachsen sind, werden Wir, wie bisher, so auch 
ferner, mit landesväterlicher Fürsorge fortdauernd Bedacht 
nehmen, indem Wir dabei auf die Mitwirkung Unserer ge¬ 
treuen Unterthanen aller Stände und Provinzen durch fort¬ 
gesetzten und gesteigerten Eifer für übereinstimmende Ent¬ 
wickelung aller Nahrungs- und Erwerbszweige, und durch 
verständige Anwendung der fortschreitenden Erfahrungen des 
praktischen Lebens mit Zuversicht rechnen; da nur auf die¬ 
sem Wege im muthvollen Kampfe gegen die eigenthümlichen 
Beschwerden der Zeit und im entschlossenen Dulden des Un¬ 
vermeidlichen, der Zukunft und mit Hoffnung und Vertrauen 
entgegen gesehen werden darf. 
Was aber Unsere getreuen Stände über die Beurthei¬ 
lungen anführen, welche die dem 2ten Landtagsabschiede bei¬ 
gefügte Denkschrift in verschiedenen öffentlichen Blättern ge¬ 
funden haben soll, ist Uns unerwartet gewesen. Die Ein¬ 
richtung der Provinztal-Stände würde einen ihrer wohlthä¬ 
tigsten Zwecke verfehlen, wenn durch dieselbe nicht wesentlich 
dahin gewirkt werden sollte, durch Verlautbarung der von 
den Vertretern der Provinzen angebrachten Anträge, Wün¬ 
sche und Beschwerden, und der darauf von Uns Allerhöchst 
erlassenen motivirten Bescheide, auf dem von Uns vorge¬ 
schriebenen Wege durch den Abdruck der von dem Land¬ 
tags=Marschall angefertigten Uebersicht der Verhandlungen 
und der Landtags=Abschiede, eine allgemeinere Kenntniß von 
den bestehenden Staats=Einrichtungen und von den Grün¬ 
den, auf welchen dieselben beruhen, zu verbreiten. 
Indem Wir auf diese Weise durch den zugelassenen Ab¬ 
druck der Landtags= Abschiede Unsere eigenen Beschlüsse mit 
ihren Motiven der Oeffentlichkeit übergeben, kann es um so 
weniger Unsere Meinung sein, hierunter die Befugniß zu 
Bekanntmachung von Bemerkungen über die getroffenen An¬ 
ordnungen, wenn sie auf eine anständige und den allgemei¬ 
nen Censur=Vorschriften entsprechende Weise vorgetragen wer¬ 
den, verhindern oder beschränken zu wollen. Wären also, 
Max-Planck-Institut für
	        
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