Full text: Annalen der preußischen innern Staats-Verwaltung (Bd. 7, H. 4 = Jg. 1823, Oct. - Dec. (1823))

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werden, wonächst er das nöthige im Personen- und Fracht¬ 
zettel notiren muß. 
Ist ein Reisender Krankheitshalber genöthigt, einen 
oder mehrere Posttage unterweges zurück zu bleiben, so 
muß die Postanstalt, wo derselbe die Post verläßt, demsel¬ 
ben eine Beschreibung in folgender Art ertheilen: 
daß die Madame Müller, welche heute mit der am 
1. Januar 1824. von Berlin nach Königsberg in Pr. 
abgegangenen Fahrpost hier angekommen ist, und für 
die Tour von Berlin bis Königsberg für sich und für 
die in 150 Pfund bestehenden Sachen das Personengeld 
und Porto resp. mit 15 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf. und 17 
Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf. bezahlt hat, Krankheitshalber hat 
zurück bleiben müssen, wird derselben hierdurch bescheinigt. 
Dieselbe hat nach wiederhergestellter Gesundheit auf 
Vorzeigung dieser Bescheinigung die Befugniß, von hier 
bis Königsberg nebst 150 Pfund Sachen, unentgeldlich 
mitzureisen. 
Friedeberg, den 3. Januar 1824. 
Königl. Preuß. Post=Amt. 
Die Postanstalt, wo der Reisende zurückbleibt, hat den 
Reisenden nebst bei sich führenden Sachen, von der Fracht 
abzuschreiben, wie das=Beispiel in dem Frachtzettel auf Kö= 
nigsberg wegen der rc. Müller deutlich zeigt. Setzt der 
Reisende seine Reise am nächsten Posttag, oder später fort, 
so wird derselbe von der betreffenden Postanstalt von neuen 
und unter Bezugnahme auf den ertheilten Schein, der bei¬ 
gelegt werden muß, eingeschrieben und ohne neue Zahlung 
bis zu dem Orte, wohin der Reisende das Personen= rc. 
Geld am ersten Abgangsorte entrichtet hat, befördert. 
Die Zurückgabe des Personengeldes und Porto der 
Päckerei, findet unter keinen Umständen statt. 
Jede Person wird im Frachtzettel mit 120 Pfd. notirt. 
3) Kein Reisender ist verpflichtet, unter diesen veränder= 
ten Verhältnissen den Schirrmeistern für die Aufsicht über 
seine Sachen ein Douceur zu verabreichen, und kein Schirr= 
meister ist befugt, solches in Anspruch zu nehmen. 
Die desfallsige Bestimmung der Schirrmeister=Jnstruk= 
Max-Planck-Institut für
	        
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