Full text: ¬Der Waffenträger der Gesetze (Nr. 2. 1801, Febr. (1801))

223 
Februar. 1801. 
ten Sinne, und nach den seit dieser Zeit in den vorzüglichsten 
deutschen Staaten mit dem wohlthätigsten Erfolge ausgeführten 
Beyspielen einer Wittwen= und Waisencasse für die Hinterlasse= 
nen der Staatsdiener nunmehro auch die Einrichtung eines glei¬ 
chen Jnstituts als ein würdiges Gegenstück zu dem bey der neuen 
Organisation erhöhet werdenden Besoldungsfuße zu unserm Au¬ 
genmerk gesetzt. 
Wir ernennen daher in den Personen unsers Regierungs¬ 
Vicekanzlers Freyh. von Lamezan, unsers Professors der Mathe= 
matik zu Heidelberg Schmidt, unsers Hofgerichtsraths Wedekind, 
und unsers Hofkammerraths Bigner mit Beygebung des Kam= 
merrevisors Haub eine besondere Commission mit dem Aufträge; 
D alle für ein solches Institut in den Churpfälzischen Registra¬ 
turen bereits vorhandene Versuche, und der Ausführung 
schon ganz nahe gestandene Vorarbeiten vollständig zu 
sammlen. 
2) Die Kenntnisse und Erfahrungen der neuern Zeit darauf an¬ 
zuwenden, die bewährtesten Institute derselben Cathegorie in 
andern Staaten damit zu vergleichen, von allen competenten 
Stellen und Männern die erfoderlichen Pensionstatus und 
alle andre einschlägige Beyträge zu erholen, und anzunehmen 
(wovon unterm heutigen alle Collegialbehörden benachrichtigt 
sind) und zu diesem Ende auch die in 2 Abtheilungen zu un= 
serm geheimen Ministerial=Finanz=Departement eingeschick¬ 
ten Betrachtungen über diesen Gegenstand zu empfangen. 
5) Aus allen diesen eigenen und fremden Materialien ein syste= 
matisches Ganzes unter dem Gesichtspuncte zusammen zu fas¬ 
sen, daß mittelst etwaiger Combinirung ähnlicher Privatsti, 
tungen ein Centralinstitut für alle gegenwärtige und künftige 
dienerschaftliche Pensionisten mit einem ergiebigen in hinrei¬ 
chenden Stammkapital gebildet, durch eine richtige Excaleu¬ 
lation für die Sicherheit und Solidität der Stiftung gesorgt, 
und diese der gemeinschaftlichen Administration und Garantie 
des 
Max-Planck-Institut für
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer