Full text: ¬Der Waffenträger der Gesetze (Nr. 2. 1801, Febr. (1801))

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Waffenträger der Gesetze | | 
gleichen landesherrliche Willkühr kräftigst in Schutz zu nehmen, 
und sie nicht nur bey ihrer Ehre und ihrem Dienste, sondern 
auch bey den davon abfallenden Nutzungen und Emolumenten zu 
erhalten sich angelegen seyn lassen, beweisen in ihren dort befind= 
lichen Mandatis S. C. und Paritoriis sogar cum Mandato de 
exequendo zur Wiedereinsetzung, die Ausübung jener Grund= 
sätze, welche Runde, Malacord, Rebmann, Seyfert, van der 
Becke, Rönneberg und mehrere andere verdienstvolle Schriftsteller 
in eigenen diesem Gegenstande gewidmeten Abhandlungen mit 
mehrerem ausgeführt haben. 
Doch welche Entscheidung findet aber alsdenn Statt, wenn 
diese Staatsdiener durch äußere Gewalt, durch Kriegsumstände, 
durch Localumwälzungen der alten Staatsverfassung, die selbst 
die oberste Staatsgewalt nicht verhüten kann, ja durch Veran¬ 
lassung des sonst von ihr regierten Landes ihr Heil 
in der Flucht suchen müssen, von ihren ingehabten Staatsbedie= 
nungen vertrieben werden, oder ihre Dienstplätze verlassen müs¬ 
sen, dabey vorzüglich vor ihren übrigen Mitbürgern das Ihrige 
durch Raub und Plünderung verlieren, und in die elendeste Lage 
versetzt werden; ist da der Staat noch verbunden, solchen Staats= 
dienern die vertragsmäßige Besoldung zu verreichen, sie wegen 
des Verlustes, den sie vor allen andern Staatsgliedern erlitten, 
zu entschädigen, und für sie, weil sie im gemeinsamen Staats= 
verbande das Opfer ihrer politischen Existenz zum Heil des Restes 
gebracht haben, in der Folge der Zeit zu besorgen? 
Diese Fragen sind die Punkte, die sich schon mancher 
Staatsbürger, der gefühlvoll bey dem Leiden anderer, die aus¬ 
gewanderte überrheinische Dienerschaft mit dem äußersten Man= 
gel und der Verzweiflung ringend um sich herum schweben sieht, 
zu beantworten aufgegeben hat: ob dem Staatsdiener der Scha= 
den, den er des Amts wegen erlitten hat, ersetzt werden müsse? 
werden wohl alle, die aus dem allgemeinen Staatsrecht sich einen 
wahren Begrif vom Staat, und dessen Aemtern, von Verbind= 
zichkeit dieses, und den Rechten der Diener eigen gemacht haben, 
gerne zugeben. Jedes Staatsmitglied, so wie es in guten ruhi¬ 
gen 
Max-Planck-Institut für
	        
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