Full text: ¬Der Waffenträger der Gesetze (Nr. 2. 1801, Febr. (1801))

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Waffenträger der Gesetz= | | 
zur Freyheit der Gewerbe und Ermunterung des Ackerbaues zu 
gründen und zu befördern; auch so durch Errichtung mehrerer 
Volksbeglückenden Etablissements so bald wie möglich den Staat 
in jenen Stand zu versetzen, daß er nicht allein andern minder 
beträchtlichen Staaten durch den in gegenwärtigen Zeiten hart 
empfundenen Mangel denselben nachstehen müsse, sonderm ihm 
auch eben dadurch jene Rettungsmittel mit zu verschaffen, wo= 
durch andere, solche Uebel nicht so hart empfunden, die vorhan= 
denen getheilt, und den künftigen vorgebeugt haben. 
Wir versprechen Uns von Unseren sämmtlichen Staatsdienern 
und vorzüglich mit von den öffentlichen Beamten, daß sie von 
gleichwohlwollenden Absichten beeselt, durch wechselseitiges Zu= 
trauen das Band der bürgerlichen Vereinigung zwischen Herrn 
und Unterthanen befestigen, wahre Anhänglichkeit an ihr Vater= 
land und reines Bestreben mit Freuden ihre Kräfte zum Wohl ih= 
rer Mitbürger anzuwenden, beweisen, und so dankbar diese Un= 
sere Landesväterliche Gesinnungen erkennen und mit vollziehen 
werden. 
1. 
Nach dem aus dem ersten Grundsatz des Staatenverbands 
entspringenden Rechte zu gleichem Vortheil, liegt auch die Ver¬ 
bindlichkeit zu gleichen Lasten jedem Staatsbürger ob*), und 
nur in Absicht der Person des Contribuenten können nach dem 
Verhältniß des Vermögens und der Erwerbsquellen die in jeder 
Rücksicht gleichbleibenden Beyträge größere oder kieinere Abgaben 
bestimmen. 
5. 2. 
*) Wird wohl der pfälische Adel sich dieser Verbindlichkeitent¬ 
ziehen?? Jn diesem — wir wollen es zu seiner Ehre glau= 
ben — unmöglichen Falle, empfehlen wir ihm doch zum Ue= 
berfluß das vortrefliche Sendschreiben an den Adel Preußens, 
im Genius des neunzehnten Jahrhunderts." 16 St. 1801, 
S. 65. 
A. d. H. 
Max-Planck-Institut für
	        
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