Object: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

Allgemeine 
üristische Zeitung. 
Herausgegeben 
von 
Chr. Fr. Elvers, 
ord. öffentl. Prof. der Rechte in Rostock. 
Mittwoch, den 9. Juny 1830. 
Dritter Jahrgang. Nr. 46. 
Rechtsfall, eine von Amtswegen dem zu bestä¬ 
sache unverbindlich gewesen. — Die gegen diese Entschei¬ 
tigenden Contracte hinzugefügte Resolutiv¬ 
dung an die Justizcanzlei in G. gebrachte Appellation wurde 
Bedingung und ihre Wirkungen betreffend. 
mit Bezugnahme auf die unterrichterlichen Entscheidungs¬ 
gründe verworfen; die Verwerfung der hierwider ergriffenen 
Supplication jedoch also motivirt: die von den Appellanten 
(Schluß.) 
geschehene Besitzergreifung der von dem Vater des Appella¬ 
Die Behauptung der Kläger aber, daß der Intervenient sei¬ 
ten auf diesen übertragenen Hälfte des fraglichen Gehöfts sey 
nen Besitz freiwillig aufgegeben habe, gehe aus den angeführten 
eigenmächtig und jedenfalls unrechtmäßig, weil, wenn auch 
Thatsachen an sich, insbesondere hinsichtlich des vorliegenden, 
das gegen seinen Vater erstrittene Urtheil gegen den Appella¬ 
durch den bloßen Animus fortzusetzenden Besitz einer unbe¬ 
ten sollte geltend gemacht werden können, dieses sie nur zur 
weglichen Sache, keinesweges nothwendig oder folgerecht 
Anstellung der actio judicati gegen den Appellaten, keineswe¬ 
hervor. Denn es sey damit an und für sich weder die 
ges aber zur sofortigen Besitzergreifung vor ausgemachter 
physische Unmöglichkeit der willkürlichen Wiedererlangung 
Sache hätte berechtigen können. - 
der Detention, als wohin das durch die Besitzergreifung der 
Dieser Ausfall der SpolienKlage wird gewiß manchem 
Interventen etwa entstandene Hinderniß nicht zu rechnen, 
höchst unerwartet erscheinen. Man betrachte nur die vorlie¬ 
noch ein concludentes Merkmal, daß der Animus possi¬ 
genden Thatsachen noch einmal. Der Intervenient kannte 
dendi aufgehört habe, verbunden, vielmehr habe der In¬ 
sowohl den wider seinen Vater obschwebenden Proceß in 
tervenient durch Anstellung des geeigneten Interdicts zu 
allen seinen Theilen, also auch namentlich das wider densel¬ 
Wiedererlangung des occupirten und Schützung des bedroh¬ 
ben gefällte Urtheil. Er ließ sich auffordern, den Hof zu 
ten Besitzes, bis zu ausgemachter Hauptsache, das Gegen= 
räumen, und leistete dieser Aufforderung Genüge, ohne ir¬ 
theil an den Tag gelegt. Die Behauptung, daß sich In¬ 
gend gerichtliche Hülfe zu suchen. Er ließ die Kläger un¬ 
terventen zur Zeit der Auswirkung des in Rede stehenden 
gehindert Besitz nehmen — und nachdem alles dieses ge¬ 
Mandats bereits in einem rechtmäßigen, auf Schutz An¬ 
schehen war, beklagte er sich erst über Besitzstörungen. 
spruch machenden, Besitze der fraglichen Hälfte befunden, 
Sollte daraus nicht der Verlust seines Besitzes unwiderleglich 
und daher dem Intervenienten kein possessorisches Rechtsmit¬ 
hervorgehen? Welche, irgend entschuldbare, Veranlassung 
tel mehr zustehe, möge durch die, wenngleich in Folge des 
hatten die Kläger, gegen den Intervenienten, mit dessen 
rechtskräftigen Urtheils geschehene, Handlung der Besitzer¬ 
Ansprüchen sie unbekannt waren, der davon gegen sie nichts 
greifung selbst nicht gerechtfertigt werden, weil eben dieses 
laut werden ließ, und der that, was sie wollten, die Actio 
Urtheil für den Intervenienten bis zu entschiedener Haupt¬ 
judicati anzustellen? Recht sonderbar erscheint vollends die 
aein 
Max-Planck-Institut für
	        
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