Full text: Beiträge zur Kenntniß der Justizverfassung und juristischen Literatur in den preussischen Staaten (Bd. 3 (1797))

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chen Domherrn gleich zu sein wünschten; so 
ließ sich Pabst Julius II., auf geschehene 
Vorstellung des Bischofs und des Kurfürsten 
Joachim, bewegen, den beiden Bischöfen von 
Lebus und Ratzeburg, den Befehl zu geben, 
daß sie bei dem Domstift alle Ordensregeln 
und die damit verknüpften officia et dignitates 
claustrales, bis auf den Probst, aufheben, und 
die Anzahl der Domherrn bis auf 16 herun= 
tersetzen sollten; daß ferner dem Kurfürsten 
hievon 4 zu besetzen allemal frei bleiben, und 
überhaupt diese 16 Domherren in statum Ca- 
nonicorum secularium gänzlich versetzt sein 
sollten. 
Gerken p. 253. 
Diese Veränderung verzögerte sich aber den= 
noch bis ins folgende Jahr, woran vermuthlich 
das Absterben des Bischofs Schuld gewesen 
war; da denn unter dem Hieronymus Skultetus 
von Grambschütz beide vorerwähnte Bischöfe, 
Jnhalts der päbstlichen Verordnung, diese S= | | 
che zu Stande brachten, und am 16ten Dezbr. 
1507 coram Notario ein Dokument daruͤber 
ausfertigen ließen. 
vid. die Urkunde bei Gerken p. 669. u. bei 
Lenz p. 86. 
Das Chronicon Abbatis Cinnensis 
schreibt hievon also: „Ecclesia Cathedralis Bran- 
„denburg ab Ao. 949 de ordine praemon- 
Max-Planck-Institut für 
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