Full text: Wetzlarische Nebenstunden (Th. 33 (1762))

allein besiegelte ohne Unterschrift rc. 11 
Abgang des Klein=Bockenheimer Gerichts= 
Siegels so wenig, als die Ungleichheit des 
Groß=Bockenheimischen Gemeind=Siegels 
gegen die dato noch vorhandene beyde Sigill 
den Verdacht einiger Unrichtigkeit erwecken 
können, weil ersteres nach dem Jnhalt der 
Obligation doch würklich angehänget worden, 
und dahero gar wohl zu glauben, daß solches 
verlohren gegangen, in Ansehung des letztern 
aber mit gutem Grund zu vermuthen, daß, 
gleichwie die Bockenheimische Gemeinde jetzo 
zweyerley Jnsiegel, ein altes und neues, aufwei= 
sen kan, also auch in vorigen Zeiten noch ein 
anderes und älteres Sigill vorhanden gewesen: 
da übrigens die Sieglung allein, auch ohne 
Unterschrift, für hinlänglich zu achten, wie 
solches bey den Sigillis publicis die gemeine 
Observanz mit sich bringet (d), sonsten aber 
ad c) der von Fürstl. Vormundschaftlicher 
Frau Wittib ertheilte Consens nicht bey dem 
Creditore, sondern bey den Debitoribus, als 
welchen solcher zu guten gekommen, billig zu 
suchen, folglich der Abgang sothanen Consen- 
sus dem klagenden Theil um so weniger praeju- 
dicirlich, als es schon genug gewesen, wann 
derselbe nur bey Ausstellung der Obligation 
von den Gemeinden dargeleget worden, wie= 
wohlen auch nicht einmal dieser Consens zur 
Guͤltigkeit der ausgestellten Obligation schlech¬ 
terdings 
(d) Carpz. Lib. III. Resp. 79. n. 31. Brunnem. 
Cons. CXXVII. n. 15. Harpprecht. Cons. LXVI. 
n. 163. & 227. 
Max-Planck-Institut für
	        
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