Full text: Wetzlarische Nebenstunden (Th. 33 (1762))

120 Was für Art von Holz unter dem 
saget haben, und zwar jener 76. Jahr alt, wie 
daß er vor 56. bis 57. Jahren gesehen, daß die 
Steinfischbacher ihr Backholz grob, und mit 
dicken Spalten aus der Wuͤrgeser Marck heim¬ 
gefahren haͤtten, ingleichem dieser 77. Jahr alt, 
daß er vor 60. Jahren öffters bey denen Stein= 
fischbachern in ihren Höfen einen ziemlichen 
Vorrath an langspaltigem schönen Buchenholz 
in acht genommen, und sie ihm gesagt, es seye 
ihr Backholz, so sie von den Würgesern aus der 
Marck bekommen, so ist doch dieser Beweis 
nicht hinlaͤnglich, indem diese Leute nicht jurato, 
noch sonsten legaliter abgehoͤret worden, der 
zweyte Testis auch nur vom Hörensagen de- 
poniret hat. Es scheinet auch 3) die Benen= 
nung des Worts Backholz zu erkennen zu ge= 
ben, daß man dadurch schlechteres und gerin= 
geres Holz, als das Brennholz ist, verstanden | | 
habe, indem sonsten schwerlich eine andere Ratio 
der verschiedenen Benennung von Brenn= und 
Backholz dörffte zu finden oder zu geben seyn. 
Und es dörffte auch 4) das Wort Backholz 
von Wellen um so ehender zu interpretiren 
seyn, als nicht allein bey selben gebacken, und 
damit die Backöfen geheitzet werden köͤnnen 
sondern auch 5) solches in denen Gegenden von 
Würges und Steinfischbach, besage der von 9. 
Dorfschafften Würgeser Steits beygebrachten 
sub 76 bis 78 inclusive befindlichen Zeug= | | 
Welchem 6) hinzu 
nißen, geschehen soll. 
kommt daß juxta Attestatum zweyer Chur= 
Maynzischen Forst=Bedienten sub 79| der 
quaest. 
Max-Planck-Institut für
	        
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