Objekt : Erster Band (1)

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Vom  Zeugenden.
stoff  und  Fruchthülle)  und  einer  Frucht  Durch  einsame  Zeugung
wird  es  bei  einer  Gattung  entweder  für  immer,  oder  nur  bisweilen
gebildet.  A)  Für  immer  oder  als  Regel  kommt  diese  Fortpflanzungsweise ¬
  bei  solchen  Pflanzen  und  Thieren  vor,  welchen  die  männlichen
Zeugungsorgane  mangeln.  a)/Hierher  scheinen  die  Farrnkräuter  zu
gehören,  deren  Keimkörner  eine  Art  Kotyledonen  entwickeln,  und
welche  daher  das  erste  Auftreten  eines  Pflanzeneis  bezeichnen./  b)
Bei  Thieren  ist  die  Bestimmung  noch  unsicherer,  theils  da  es  männliche ¬
  Individuen  geben  kann,  die  nur  ihrer  Seltenheit  wegen  noch
nicht  beobachtet  worden  sind,  theils  da  es  zur  Zeit  nicht  ausgemacht
ist,  ob  ihre  Keime  als  Keimkörner  oder  als  Eier  betrachtet  werden
müssen.  So  rechnen  wir  denn  vorläufig  hierher  von  Entozoen  Oxyuris, ¬
  Filaria,  Ligula,  Tricuspidaria  rc.;  von  Anneliden  Serpula,
Sabella  und  andere  Tubicolen;  von  Mollusken  die  Cirrhopoden  die
Muscheln  und  unter  den  Gasteropoden  die  Scutibranchiaten  und
Cyklobranchiaten./  Bei  der  höhern  Organisation  der  Wirbelthiere  ist
es  sehr  unwahrscheinlich,  daß  hier  die  einsame  Zeugung  als  Norm
vorkommen  sollte;  wenn  daher  Pallas  vom  Syngnathus,  Cavolini ¬
  von  Perca  marina  und  Andere  von  andern  Fischen  bloß  Individuen ¬
  mit  Eiern  fanden,  so  beruhte  dieß  wohl  nur  auf  der  Seltenheit ¬
  der  männlichen  Individuen.  B)  Organische  Wesen,  welche  in
der  Regel  sich  begatten,  können  in  manchen  Fällen  auch  durch  einsame ¬
  Eierzeugung  sich  fortpflanzen.  c)  Bei  diklinischen  Pflanzen  ist
die  einsame  Zeugung  häufig  beobachtet  worden.  Alston,  Spallanzani, ¬
  Fougeroux  und  Andere  sahen  bei  mehrern  Monöcien
und  Diöcien,  ungeachtet  durch  Entfernung  der  männlichen  Blüthen
eine  Begattung  verhindert  worden  war,  Samenkörner  sich  bildenund ¬
  die  aus  denselben  entwickelten  Pflanzen  auf  dieselbe  Weise  sich
fortpflanzen.  Indeß  konnte  Heller  nur  kränkelnde;  blattlose,  schnell
wachsende  und  vor  der  völligen  Entwickelung  absterbende  Pflanzen
daraus  ziehen  (Nr.  100.  III.  S.  358).  Henschel  hingegen  erhielt
unter  solchen  Umständen  vollkommene  Samenkörner  von  Zea,  Cucurbita, ¬
  Ricinus,  Urtica  und  Coix  (Nr.  30.  S.  312.  fgg.),  und  sah
auf  diese  Weise  Hanfpflanzen  in  zwei,  Ricinus  communis  in  vier
Generationen  sich  fortpflanzen  (Schlesische  Provinzialblätter  1824.
S.  461  fgg.).  Bei  hermaphroditischen  Blüthen  werden  vollkommene
            
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