Volltext : Baader, Joseph: Vollständige Theorie der Saug- und Hebepumpen, und Grundsätze zu ihrer vortheilhaftesten Anordnung, vorzüglich in Rücksicht auf Bergbau und Salinenwesen, nebst einer Beschreibung der in den englischen Bergwerken gebräuchlichen hohen Kunstsätze, und einigen Vorschlägen zur Verbesserung der deutschen Wasserkünste

Vollständige  Berechnung  eines  doppelten  Saugwerks.
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§.  92.
Wenn  bey  einer  Saug-  und  Hebpumpe  die  Ventile  genau  anschliessen,  das
Kolbenrohr  eine  vollkommen  zylindrische  Gestalt  hat,  und  der  Kolben  allenthalben
vollkommen  dichte  anpasset,  so  wird  beym  Hube  eine  Wassermenge
G  =  Wb
durch  das  untere  Ventil  aus  der  Saugröhre  in  den  Stiefel  eingezogen,  und  zu  gleicher ¬
  Zeit  über  demselben  eine  Wassermenge
N=(w-  r)
ausgeschüttet.
Weil  nun  die  ganze  Wassermasse  G  beym  Niedergange  des  Kolbens  durch
die  in  demselben  befindliche  Ventilöfnung  über  denselben  in  einen  Querschnitt
W—rW  übertretten  muß,  so  ist  klar,  daß  der  durchgedrückte  Wasserzylinder ¬
  daselbst  eben  so  viel  an  seiner  Länge  zunehmen  müsse,  als  seine  Grundfläche ¬
  vermindert  wird,  folglich  während  dieser  Zeit  oben  an  der  Ausgußstelle  eine
Wassermasse  überlaufe,  welche  den  Unterschied  der  Längen  dieser  beyden  Zylinder
zur  Höhe  und  W  —  r  zur  Grundfläche  hat.  Diese  Wassermasse  heisse  q,  die
Länge,  welche  die  Wassermasse  G  —  Wbüber  dem  Kolben  einnimmt,  b  x,
so  wird  q=X  (W  —  r),
(N
also  X(W—r)Wb—bw-1
Das  ist  q  —  br
seyn.  Weil  aber  br    b  (W  —  r)  —  b  W  ist,  so  hat  man  auch  q  4
N=G.
Das  heißt:  Die  Summe  der  vom  Kolben  während  seinem  Steigen ¬
  ausgehobenen,  und  der  von  demselben  bey  seinem
Nieder¬
            
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